Presseberichte über den SV Nieder - Weisel aus der regionalen- und überregionalen Presse
Drei Fragen an Sebastian Volp
(dt). In der Woche der Derbys befindet sich der Fußball-Gruppenligist SV Nieder-Weisel in diesen Tagen. Der 3:1-Heimsieg gegen den SV Steinfurth liegt wenige Tage zurück und am kommenden Samstag gastiert der SV 1921 beim punktgleichen Tabellennachbarn SV Nieder-Wöllstadt. Beide Teams haben 14 Zähler auf dem Konto und nur die um fünf Tore bessere Tordifferenz spricht aktuell noch für den SV Nieder-Wöllstadt, der Dreizehnter ist vor dem Vierzehnten aus Nieder-Weisel. Da gibt es Fragen, die wir Sebastian Volp, dem 25-jährigen Mannschaftskapitän des Gruppenligateams, stellen wollen.
BZ: Ein Drittel der Saison liegt hinter dem SV Nieder-Weisel. Vor Saisonbeginn hieß es, dass man sich beim SV das Ziel gesetzt habe, im zweiten Gruppenligajahr einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen. Das sieht derzeit nicht so aus. Warum ?
Sebastian Volp: Wir hatten uns vor Saisonbeginn zusammengesetzt, der Spielerrat, Spieler von beiden Mannschaften, und waren der Ansicht, dass wir in diesem Jahr aufgrund der Verstärkungen durch die Neuzugänge ein anderes Ziel haben sollten als gegen den Abstieg zu spielen. Wir wollen uns weiterentwickeln und in der Tabelle Anschluss an die Mittelfeldplätze gewinnen. In der letzten Saison waren wir Elfter. Dass das bisher nicht gelungen ist, liegt nach meiner Meinung an zwei Faktoren. Einmal haben einige Spieler, darunter auch ich, bisher ihre Leistung, die sie bringen können, noch nicht wieder erreicht. Es hatten einige ein Leistungstief. Weiter haben wir zu Saisonanfang Spiele gegen Gegner wie z.B den FV Stierstadt verloren, gegen Mannschaften, die wir eigentlich hätten schlagen müssen. Entscheidend war, dass wir in diesen Spielen unsere vielen Chancen nicht genutzt haben.
BZ: Der SV Nieder-Weisel hat eine recht junge Mannschaft, die vielleicht da sensibel reagieren könnte. Wie ist die Stimmung aktuell?
Sebastian Volp: Die Stimmung ist so gut wie vorher. Wir kennen unsere Leistungsfähigkeit. Da machen wir uns keinen Druck. Da wurde davon gesprochen, dass Patrick Berschick und ich in den ersten Spielen Ladehemmung hatten, weil wir keine Tore geschossen haben. Ich messe meine Leistung nicht an Toren, ich bin genauso froh, wenn ich die Tore vorbereiten kann. Mit meiner Leistung bisher bin ich aber noch nicht zufrieden. Wir wollen uns jetzt gedanklich immer nur auf das nächste Spiel einstellen. Wir sind auch so selbstkritisch, dass wir wissen, dass wir gegen den SV Steinfurth kein gutes Spiel gemacht haben. Das ist gegen eine Mannschaft wie Steinfurth auch sehr schwer. Was zählt, waren die drei Punkte!
BZ: Als Spieler hast du schon eine Reihe von Trainern erlebt. Was macht Michael Götz anders als seine Vorgänger?
Sebastian Volp: Ich habe noch keinen Trainer erlebt, der so akribisch arbeitet wie Michael. Er hat einen fachlich sehr hohen Ansatz und betreibt im Training und eigentlich die ganze Woche über einen hohen Aufwand, um mit uns Leistungen zu erzielen, um die Mannschaft weiterzuentwickeln. Er nutzt jede Gelegenheit, um die kommenden Gegner zu studieren. Er ist immer hoch engagiert. Daneben ist es seine positive Art, wie er mit jungen Spielern umgeht, um sie zu Leistungen zu motivieren.
Drei Fragen an Christian Ehnert
dt). In der Fußball-Kreisoberliga Friedberg hat sich das 1B-Team des SV Nieder-Weisel aktuell den zweiten Tabellenrang erobert. Zum Saisonende steigen aus der A-Liga die beiden Tabellenersten direkt in die Kreisoberliga auf, der Tabellendritte geht in die Relegation. Die BZ stellte zu diesem Anlass drei Fragen an den 39-jährigen Trainer des SV Nieder-Weisel II Christian Ehnert, der bereits im Sommer 2010 den VfR Butzbach seinerzeit zum Meistertitel in der B-Liga geführt hatte.
BZ: Wenn die Reserve des SV Nieder-Weisel am 26.Mai 2012 nach der letzten Partie gegen den SC Dortelweil II immer noch auf dem zweiten Tabellenplatz steht und damit Aufsteiger in die Kreisoberliga wäre. Was dann?
Christian Ehnert: Ich muss bekennen, dass ich soweit noch nicht denke und mich damit auch jetzt nicht beschäftige. Ziel ist für unsere 1B weiter, dass wir solange wie möglich unter den ersten Fünf in der Tabelle bleiben wollen. Der Platz zwei ist im Augenblick eine schöne Sache. Die Stimmung bei uns ist gut. Wir genießen das.
BZ: Wenn aber nun der konkrete Fall eintreten würde, das sportliche Ziel Aufstieg erreicht würde, muss man dann die Gelegenheit – trotz vielleicht vorhandener Bedenken – nicht doch wahrnehmen?
Christian Ehnert: Das müssten wir dann im Verein genau abwägen. Das entscheiden nicht die Trainer. Das müsste mit allen Beteiligten diskutiert werden. Ich glaube aber weiter, dass sich die Frage so nicht stellen wird. Es gibt in der A-Liga Mannschaften wie Bruchenbrücken, Rockenberg, Kaichen, Assenheim, Butzbach und Groß-Karben, von denen einige möglicherweise am Ende doch vor uns stehen werden.
BZ: Lassen wir das Thema! Welches Ziel verfolgt der SV Nieder-Weisel aktuell mit seiner 1B?
Christian Ehnert: Primäres Ziel im Verein ist es, über die 1B möglichst viele Spieler an das Gruppenliga-Niveau heranzuführen. Die möglichen Ausfälle im Verlauf der Gruppenliga-Saison müssen durch die zweite Reihe aufgefangen werden. Verletzte Spieler müssen nach Ausheilung der Blessuren wieder an die Gruppenliga herangeführt werden. Jeder Spieler der 1B muss grundsätzlich die Chance sehen, auch in der Gruppenliga eingesetzt zu werden.
SV-Wandergruppe „Flotte Socke“ unterwegs in den Rüdesheimer Weinbergen
(R.K.) Am Donnerstag letzter Woche weilte die Wandergruppe „Flotte Socke“ des SV Nieder-Weisel in Rüdesheim/Rhein. Mit der Bahn führte die Fahrt über Friedberg, Frankfurt und Wiesbaden zu diesem markanten Zentrum des Rheingaus. Die ca.10000 Einwohner zählende Weinstadt des Mittelrheintales ist eine der bekanntesten touristischen Attraktionen Deutschlands und seit 2002 UNESCO-Weltkulturerbe. Neben Siegfrieds Mechanischem Musikkabinett, dem ersten Deutschen Museum für Datenspeicher-Musikinstrumente, dem Mittelelterlichen Foltermuseum mit seinen zahlreichen Folterinstrumenten, dem Spielzeug –und Eisenbahnmuseum gehören die Drosselgasse und die Altstadt zu den besonderen Kultur-und Sehenswürdigkeiten dieses Ortes. Letztere war denn auch erste Anlaufstation der Wanderer, die sich in einem der typischen Weinlokale bei einem Gläschen Rüdesheimer Wein das Mittagessen munden ließen.
Entsprechend gestärkt machte sich die Gruppe dann auf den Weg zum hoch über dem Rheintal gelegenen Niederwald-Denkmal. Mit der 2005 eröffneten modernen Gondelbahn ging es über eine Strecke von 1400 Meter hinauf zu diesem einzigartigen zum Gedenken an den deutsch-französischen Krieg 1870/71 errichteten Monuments. Aus den kleinen zweisitzigen Gondeln genossen die Wanderer den herrlichen Ausblick auf das im Tal liegende Städtchen und die gesamte Rheintalregion mit den Weinhängen. Die kurze Verweildauer in ca.250 Meter Höhe nutzte man zu etlichen Erinnerungsphotos, bevor der anstrengendste Teil der Tagestour bevorstand. Ausgehend vom Aussichtspunkt „Binger Blick“ mit seinem phantastischen Ausblick auf die Stadt Bingen und den Stadtteil Bingerbrück mit der Nahemündung begab man sich auf einen ca. 7 km durch die verschiedenen Rüdesheimer Weibaugebiete führenden Wanderweg nach Assmannshausen. Erster Anlaufpunkt waren die Weinberghänge „Am Drachenstein“, die sich bis in eine Höhe von 280 Meter hinauf erstrecken. Die ca. 48 ha umfassende Fläche ist durch eine sehr steile, nach Süden gerichtete Hanglage gekennzeichnet, auf der neben den typischen Rüdesheimer Rieslingsorten auch Spätburgunder Weintrauben und Trauben der Sorte Müller-Thurgau wachsen. Einige Wanderfreunde ließen es sich denn auch nicht nehmen und überzeugten sich durch kleine Proben von dem Reifegrad und der Süße der Trauben. Unterhalb des „Drachensteins“ führte der im Zuge der in den Jahren 1970-1985 durchgeführten Flurbereinigung entstandene feste Wanderweg zu den Weinbergen des „Rosenecks“. Wildrosen, Hagebuttensträucher und Schlehenhecken gaben diesem Weinbaugebiet den Namen Rosenhecke. Obgleich die klimatischen Bedingungen dieses Gebietes hervorragend sind und dadurch auch edle Beeren-und Trockenbeerenauslesen gewonnen werden, sind die Erträge auf Grund der steinigen Böden oftmals als bescheiden einzustufen. Die aus den Früchten gewonnenen Weine sind jedoch echte Raritäten und werden von Liebhabern und Kennern sehr geschätzt. Mit dem Weinbaugebiet „Am Schlossberg“ überschritt die Wandergruppe die Grenze zwischen Rüdesheim und Assmannshausen. Ursprünglich umfasste der Schlossberg lediglich die Weinhänge um die Burg Ehrenfels, jener Burg, die im 13.Jh. im Auftrag der Mainzer Erzbischöfe zwecks Erhebung des Rheinzolls errichtet wurde und heute nur noch als Ruine aus den Hängen herausragt. Obwohl der Berg teilweise bis zu 60 %-Neigung aufweist ist er wegen seiner nach Süden gerichteten Lage ein idealer Standort für den Rüdesheimer Riesling. Breite Fahrwege schließen die durch hohe Terrassenmauern gestützten Hänge ab. Raupen und Seilwinden begünstigen heute eine ertragreiche Bewirtschaftung der Felder. Mit dem Weinbaugebiet „Frankenthal“ erreichte die Gruppe nach ca. 2 Stunden den mit ca.1000 Einwohner zählenden Stadtteil Assmannshausen. Dieser Ortsteil zählt zu den bekanntesten Rotweingemeinden Deutschlands und gehört zum Weltkulturerbe des Oberen Mittelrheintales. Er trägt auch die Bezeichnung Rotweininsel der Region. Die Weinlagen von Assmannshausen sind zu 90 % mit Spätburgunderreben bestockt.
Nach einer etwa 20-minütigen Erholungsphase hieß es einsteigen in eines der täglich auf dem Rhein verkehrenden Fahrgastschiffe. Vom Schiff aus eröffnete sich den Teilnehmern nochmals ein Blick hinauf zu den kurz zuvor durchwanderten Weinbergen. Vorbei führte die Fahrt auch am Mäuseturm, einem ehemaligen im 14.Jh.als Wehr-und Zollwachturm auf einer schmalen Rheininsel vor dem Binger Stadtteil Bingerbrück errichteten Bauwerk. Nach Verbreiterung der Rheinfahrrinne wurde im Jahre 1974 die letzte Funktion als Signalturm für die Rheinschiffe aufgegeben. Nach einer halbstündigen Fahrt gingen die Wanderer wieder in Rüdesheim von Bord. Im Weinlokal des Vormittags tischte man neben einigen Spezialgerichten der Rheingauregion auch einige Fläschchen verschiedener Rüdesheimer Weinsorten auf. Abends hieß es dann für die Gruppe wieder Abschied von der Weinstadt Abschied nehmen. Über Wiesbaden, Frankfurt, Friedberg und Bad Nauheim kam sie wieder wohlbehalten in Butzbach/Ostheim an, nicht ohne zuvor die Qualität dreier typischer Rüdesheimer Weine durch kleine Proben geprüft zu haben.
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Juniorenmannschaften des SV Nieder-Weisel vor dem Start in die Spielsaison 2011/12
(R.K.) Am Wochenende beginnt für die Juniorenmannschaften des Kreises Friedberg der Punktspielbetrieb für die Saison 2011/12. Der heimische Vertreter SV Nieder-Weisel ist dabei mit insgesamt 10 Teams in den Altersklassen A-G vertreten. In den Altersklassen der A-C-Junioren entschieden sich die Verantwortlichen aus Mangel an Spielern jeweils für eine Spielgemeinschaft mit dem SV Hoch-Weisel. Bei den D-Junioren wird für ein weiteres Spieljahr die JSG mit dem SV Steinfurth fortgesetzt.
Die A-Junioren der JSG Nieder/Hoch-Weisel unter der Trainingsleitung von Günter Volp nimmt an den Punktspielen der Kreisliga teil, in der nach Vor-und Rückrunde der Kreismeister ermittelt wird. Man darf gespannt sein, wie das neu-formierte JSG-Team in die neue Saison startet. Dass es kein leichtes Unterfangen werden wird, bekamen die Akteure bereits im letzten Testspiel am vergangenen Donnerstag zu spüren, als sie gegen eine C-Juniorenauswahl der Frankfurter Eintracht mit 2:3 unterlagen. Ihr 1.Spiel bestreitet die Mannschaft am Samstag. Gegner in diesem Heimspiel ist um 15.45 das Team des SV Bruchenbrücken.
Auch das ebenfalls neu-formierte B-Juniorenteam der JSG Nieder/Hoch-Weisel unter der Regie von Andre Hentze wird es in der Qualifikationsrunde 2 nicht leicht haben, um am Ende einen vorderen Tabellenplatz einzunehmen, der zur Teilnahme auf Kreisligaebene berechtigt. Auftakt in die neue Saison ist morgen Abend um 19.00 Uhr, wenn die Mannschaft der JSG Rosbach/Rodheim auf dem Sportplatz „Am Wiesengrund“ antritt.
Die C-Junioren der JSG Nieder/Hoch-Weisel werden in der Quali-Gruppe 3 versuchen, sich wie in der letzten Saison für die Kreisliga zu qualifizieren.
Trainer und Betreuer Manuel Hofmann wird versuchen, dem neu formierten Team das dafür nötige Rüstzeug mitzugeben. Trainiert und gespielt wird auf der Sportanlage in Hoch-Weisel (Hausbergstadion). Ihr 1. Spiel bestreitet die Mannschaft am kommenden Samstag bei den Alterskameraden des SV Germania Schwalheim (Anstoss : 14.30 Uhr).
Mit insgesamt 3 Mannschaften starten die D-Junioren der JSG Steinfurth/Nieder-Weisel mit den Qualifikationsspielen in die neue Saison. Die DI und DII-Teams, in der überwiegend Akteure des SV Steinfurth zum Zuge kommen, werden von den Sportkameraden Karl Roth und Alexander Lauth trainiert und betreut. Spiel-und Trainingsort ist das Sportgelände in Steinfurth.
Das jüngere DIII-Jahrgangsteam wird von Michael Holzhacker und Stefan Hahn trainiert und betreut. Spielort ist Nieder-Weisel. Der Startschuss fällt am kommenden Sonntag. Die DI-Mannschaft empfängt um 10.30 Uhr in Steinfurth die Alterskameraden des VfB Friedberg. Bereits um 9.15 Uhr stehen sich an gleicher Stätte die DII-Auswahlmannschaften der JSG und des VfR Butzbach gegenüber. Das DIII-Team spielt um 10.30 Uhr in Nieder-Weisel gegen den FCO Fauerbach II.
Auch im E-Juniorenbereich kann der SV Nieder-Weisel mit 3 Mannschaften an den Start gehen. Die von Thomas Baar trainierten und betreuten EI-Junioren streben in einem Teilnehmerfeld von 8 Mannschaften in der Gruppe 3 ihrer Qualifikationsrunde einen Platz im Vorderfeld der Tabelle an, um am Ende dann auf Kreisligaebene weiter zu spielen. Gegner des Auftaktspiels vor eigenem Publikum ist am kommenden Samstag die JSG Wölfersheim/Melbach. Spielbeginn : 14.30 Uhr. Bereits um 13.30 Uhr empfängt das von Mark Otto und Heiko Schorr betreute EII-Team die unter der Firmierung Horlofftal II an den Start gehende Mannschaft der JSG Wölfersheim/Wohnbach zum fälligen Heimspiel. Auch das EIII-Team des ehemaligen SV-Aktiven Jens Haub beginnt mit einem Heimspiel. Die Mannschaft trifft am Samstag um 12.30 Uhr auf das Team von Horlofftal III.
Im Bereich der F-Junioren gehen wieder zwei Mannschaften an den Start. Für die älteren FI-Akteure zeichnen Andreas Pfeffer und Marcel Litschel verantwortlich. In ihrer ersten Begegnung treffen sie morgen Abend im Auswärtsspiel auf den SV Germania Ockstadt I. Anstoß des Spiels : 18.00 Uhr. Zur gleichen Zeit spielt das FII-Team bei der JSG Münzenberg II. Das Team wird von Alexander Hammerlindl und Marcus Mandler betreut.
Im G-Juniorenbereich musste ein kompletter Neuaufbau vorgenommen werden, da viele Akteure der letztjährigen Mannschaft zu den F-Junioren überwechselten. Mit viel Liebe und Geduld werden Alexander Hammerlindl und Markus Mandler die „Bambinis“ an die Gepflogenheiten und Eigenarten des Mannschaftsspiels Fußball heranführen und damit vertraut machen. Ihre Premiere werden die Jüngsten des Vereins am kommenden Samstag haben, wenn sie um 12.00 Uhr beim Nachbarn SV Ober-Mörlen auflaufen.

D-Junioren der JSG Steinfurth/Nieder-Weisel zogen Bilanz
(R.K). Über einen erfolgreichen Saisonverlauf 2010/2011 konnten unlängst die D-Junioren der JSG Steinfurth/Nieder-Weisel berichten. Im Anschluss an einen gemeinsamen Trainingsabend der jugendlichen Akteure bezeichneten die Betreuer Karl Roth (SV Steinfurth) und Jochen Hildebrand (SV Nieder-Weisel) in einem kleinen Rückblick das Zusammengehen der Jugendteams beider Vereine – als Experiment gestartet – am Ende insgesamt als gelungen. Zu diesem Entschluss hatten sich zu Beginn der Saison die Jugendvertretungen entschlossen, da sich in beiden Vereinen nicht genügend Spieler dieser Altersgruppe zusammengefunden hatten.
Um ein schnelleres Zusammenwachsen der Spieler zu einem Team zu begünstigen, testeten die beiden erfahrenen Trainer und Betreuer schon frühzeitig ihre ihnen anvertrauten Schützlinge in etlichen Freundschafts-und Trainingsspielen. Diese Maßnahme wirkte sich bereits in den ersten Punktspielen der Qualifikationsrunde Gruppe 4 zur Kreisliga positiv aus. Nach Erfolgen gegen die Alterskameraden des SC Dortelweil (5:2), des SV Germania Ockstadt (4:1) und des SV Ober-Mörlen (4:2) führte das Team die Gruppe an und galt als eine der Favoriten für die höhere Kreisliga. Zwei Niederlagen gegen die JSG Bad Vilbel/Gronau (0:1) und den VfR Butzbach (2:3) warfen die JSG-ler vorübergehend etwas aus der Bahn. Mit einem überzeugenden 6:0-Auswärtserfolg bei der JSG Rendel schloss man die Runde ab. Mit 15 Punkten und 22:8 Toren belegte man den 2.Tabellenplatz hinter der punktgleichen Mannschaft der JSG Bad Vilbel/Gronau, die mit 46:2 das bessere Torverhältnis aufwies.
Das gute Abschneiden in der Herbstrunde auf dem Feld beflügelte die Akteure auch zu entsprechend guten Leistungen in den anschließenden Spielen in der Halle.
Zwar hielt sich die Zahl der Siege und Niederlagen die Waage ( jeweils 3), doch am Ende des Wettbewerbes war man mit dem Erreichen des 3.Tabellenplatzes mehr als zufrieden.
Auch in der die Saison abschließenden Frühjahrsrunde im Feld zogen sich die Jugendlichen achtbar aus der Affäre. Nach zwei Freundschaftbegegnungen gegen Ilbenstadt und Spvgg.08 Bad Nauheim, die mit 5:1 bzw.7:2 siegreich gestaltet wurden, startete man auch hoffnungsfroh in die Feldrunde. Nach zwei Auftakterfolgen gegen die JSG Melbach/Wölfersheim (6:3) und FC Massenheim (4:3) fühlte man sich schon heimlich zu den Top-Teams gehörig. Doch die anschließenden, z.T. recht klaren Niederlagen gegen den SV Ober-Mörlen (2:5), den FC Massenheim (2:4), die JSG Bad Vilbel/Gronau (1:7) und den SV Ober-Mörlen (0:8) führten die Mannschaft bei nur einem Sieg gegen die JSG Melbach/Wölfersheim (3:1) schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.
Wie aus der unten stehenden Abschlusstabelle zu entnehmen ist, belegte das Team dennoch einen guten 3.Tabellenplatz.
Zum Einsatz in der Mannschaft kamen die folgenden Spieler :
Jeyhan Celikkale, Ibrahim Demirdag, Moritz Hildebrand, Jannis Mohr, Jan Otto, Hannah Volkmann, Jan Juca Domogalla, Jan Cibulka, Torben Roth, Tim Hess,
Kevin Hildebrand, Cemil Ilgüy, Marlon Prutzer, Victor Schnautz, Feliy Schröer,
Constantin Boden und Hag Dörner.
„Die Tatsache, dass unser Team ausschließlich aus Spielern des jüngeren Jahrgangs 1999 bestand, das meist gegen Gegner aus dem älteren Jahrgang 1998 spielen musste, hat sich rückblickend nicht als besonders negativ ausgewirkt. Unsere Akteure konnten sich auch gegen solche Mannschaften behaupten. Dies wird uns sicherlich für die Arbeit in der neuen Saison Mut und Ansporn geben“, so der abschließende Tenor beider Trainer.
Abschlusstabelle :
D-Junioren Kreisklasse/Gruppe 2
Trainer Michael Götz setzt beim SV Nieder-Weisel weiter auf Teamfähigkeit und Charakter
(dt). Für den SV Nieder-Weisel war es nach dem ersten Jahr in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West neben der Erreichung des Klassenziels frühzeitig die wichtigste Nachricht: Trainer Michael Götz bleibt für ein weiteres Jahr bei den Blau-Weißen. Allenthalben ist man im Lager des einzigen heimischen Gruppenligisten mit der akribischen, hochkompetenten Arbeit des Inhabers der Fußball-Lehrer-A-Lizenz des DFB hochzufrieden. Götz gibt das Kompliment zurück und bekennt unumwunden, dass er in Nieder-Weisel eine verlässliche, vertrauensvolle und „tolle Unterstützung“ durch Vorstand, Spielausschuss und das gesamte Umfeld hat. Zufrieden ist Götz auch damit, dass er für die neue Saison im 1A- und 1B-Kader insgesamt sieben neue Spieler begrüßen kann: „Das erhöht den Konkurrenzdruck, das kann nur gut sein!“ Vom Traiser FC wechseln an den Wiesengrund nach Nieder-Weisel Daniel Antmansky und Andreas Biehl. Dazu kommen Daniel Friede (Rückkehr vom Büdinger Kreisoberligisten SSV Lindheim), Luca Hannemann (Germania Ockstadt), Sebastian Böck (SV Ossenheim), Lukas Wanzke (SV Philippseck Fauerbach) und Hendrik Nagy (SV Adler Hämeler Wald/Hannover).
Die BZ führte am gestrigen Montag ein zweistündiges Gespräch mit Trainer Michael Götz, in dem auf das erste Gruppenligajahr zurückgeschaut und ein erster Ausblick nach vorne gewagt wurde.
BZ: Beginnen wir mit einem Rückblick auf eine nicht einfache erste Saison in der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West. Der Start war nicht gut mit der 2:0-Niederlage bei der Spvgg. 05/99 Bad Homburg, dem 1:5 zu Hause gegen die SG Anspach und der 2:0-Niederlage in Stierstadt...
Michael Götz: Ich hatte im Vorfeld sehr viele Spiele unserer späteren Gegner beobachtet, habe gesichtet und immer wieder Spiele besucht. Dann sind wir in die Runde so gegangen, wie wir in der Kreisoberliga den Meistertitel geholt hatten. Wir wurden kalt erwischt! In Bad Homburg sind wir 70 Minuten nicht mit dem Spiel zurechtgekommen, in den letzten zwanzig Minuten hätten wir das Spiel aber drehen können, so viele hochkarätige Chancen wurden da herausgespielt, aber vergeben. Anspach hat uns zu Hause überrollt. Die SG Anspach war in diesem Spiel der stärkste Gegner, auf den wir in der gesamten Runde getroffen sind.
BZ: Welche Maßnahmen führten dann zu einer Verbesserung der Situation?
Michael Götz: Auch das mit 1:0 in Klein-Karben gewonnene Spiel brachte noch nicht die Wende. Das geschah erst wirklich mit dem 2:0-Sieg bei Rotweiß Frankfurt. Wir haben uns dann taktisch anders formiert. Fast alle unsere Gegner spielten im 4-4-2-System. Mit den aufrückenden Außenverteidigern hatte der Gegner so im Mittelfeld stets gegen uns Überzahl. Dazu kam, dass uns anfangs viele Gegner läuferisch und in der Schnelligkeit überlegen waren. Wir haben umgestellt, die Räume enger gemacht und tiefer gestanden. Das sah für den Zuschauer nicht unbedingt attraktiv aus. Es hat sich aber bestätigt, wir haben dann besser ausgesehen. Wenn wir hinten einmal aufgemacht haben, dann bekamen wir sofort Gegentore. Das neue System war dann recht unorthodox: 1-4-3-1-1. Das gibt es eigentlich in keiner Trainingslehre. Mit Viererkette und dahinter einem Libero haben wir es geschafft, den Gegner auch am Flügel unter Kontrolle zu bekommen. Im Defensivbereich hatten wir dann immer mehr Spieler zur Verfügung als der angreifende Gegner.
BZ: Beim 1:1 gegen den FC Kalbach im sechsten Saisonspiel kam dann eine weitere Variante hinzu...
Michael Götz: Ja, der Knackpunkt gegen Kalbach war, dass wir unseren offensiven Leistungsträger Sebastian Volp auf die Liberoposition gestellt hatten. Der Lohn war ein Punkt.
BZ: Es folgte dann die 3:5-Heimniederlage gegen den TuS Merzhausen. Eine alte Fußballerweisheit ist es wohl: Wenn ich drei Tore zu Hause schieße, dann muss ich ein solches Spiel auch gewinnen.
Michael Götz: Da wollten wir viele Tore schießen, waren zu offensiv unterwegs. Die Basis für den Erfolg ist das Defensivverhalten. Die defensive Grundausrichtung und die taktische Disziplin sind entscheidend. Dazu muss die Laufbereitschaft kommen bereits bevor man in Ballbesitz ist. Die drei Pfeiler für den Erfolg sind die technischen, die taktischen und die konditionellen Fähigkeiten. Dazu kommt die Psychologie. Dazu zitiere ich Christoph Daums Satz: Der Kopf ist das dritte Bein.
BZ: Nach dem Abpfiff des Derbys mit dem 4:2-Sieg in Steinfurth hatte man als Beobachter den Eindruck, dass der Mannschaft Zentnerlasten von der Seele gepurzelt sind.
Michael Götz: Das war wohl so, aber ich habe das etwas anders gesehen. Das Derby in Steinfurth haben wir direkt nach der Halbzeitpause entschieden, zwischen der 45. und 52.Minute, als die Steinfurther neben sich selbst standen. Im Training haben wir in dieser Phase intensiv das Schwergewicht darauf gelegt, kompakt zu stehen und mit schnellen Kontern den Weg zum Erfolg zu suchen. Wichtig für mich ist die interne Entwicklung im Kader, dass wir Schritte nach vorne gehen, dass wir uns kontinuierlich weiterentwickeln. Und das gelingt offenkundig! Wir haben in der Rückrunde im Vergleich zur Vorrunde gegen die selben Mannschaften in neun Spielen besser ausgesehen als in der Vorrunde. Da wird ein Lernprozess deutlich!
BZ: Wie ist das Miteinander zwischen dem Kader der 1A- und der 1B-Mannschaft in der Runde gewesen. Sie lehnen ja die Begriffe hier 1.Mannschaft dort 2.Mannschaft strikt ab. Aus ihrer Sicht gibt es nur einen Gesamt-Spielerkader....
Michael Götz: Ganz wichtig ist, dass 1A und 1B die Aufgaben beim SV Nieder-Weisel gemeinsam anpacken und lösen. Vor einem Jahr spielte eine Mannschaft in der Kreisoberliga und eine in der A-Liga, nur eine Etage tiefer. Das ist jetzt durch den Aufstieg der 1A auseinandergedriftet, jetzt beträgt der Abstand zwei Etagen und wäre die 1B noch abgestiegen, dann wären es drei Etagen gewesen. Das geht fast nicht. Darum hatte ich in der Rückrunde, nachdem die 1A praktisch gesichert war, ein Hauptaugenmerk auf die 1B gelegt, wo wir den Abstieg letzten Ende erfolgreich vermeiden konnten. In Absprache mit dem 1B-Trainer Christian Ehnert wurden da die richtigen Entscheidungen getroffen.
BZ: Werfen wir bei unserer Rückschau noch einen Blick auf den Spielerkader. Können Sie vielleicht drei Akteure nennen, die für Konzept, Situation und Auftreten der Mannschaft stehen, ohne dass andere Spieler übergangen werden sollen?
Michael Götz: Da will ich zunächst Timo Winter nennen, ein absolut leistungswilliger Spieler, ein Kämpfer, der von seiner taktischen Disziplin lebt und so einen großen Schritt nach vorne gemacht hat. Dann natürlich Patrick Berschick, der von den Zuschauern und Mitgliedern zu Recht zum diesjährigen „Spieler des Jahres“ beim SV gewählt wurde. Als drittes möchte ich Tobias Schwarz hier anführen. Er hat nach seiner schweren Verletzung Monate gebraucht, um wieder heranzukommen. Jetzt ist er dran, ein absoluter Stabilisator, er ist schnell und technisch beschlagen, ein großer Gewinn ab der Rückrunde. Ein hohes Lob muss ich allen Spielern machen. Nach meinen Unterlagen haben neun Spieler eine mehr als 85-prozentige Trainingsbeteiligung aufzuweisen. Es ist eine charakterstarke, teamfähige Truppe mit großer Kameradschaft und mit viel Trainingsfleiß.
BZ: Schauen wir nach vorne, am 7.August fällt der Startschuss zum zweiten Spieljahr in der Gruppenliga Frankfurt-West...
Michael Götz: Zunächst möchte ich an dieser Stelle noch einen Dank abstatten an Charly und Klaus für die physiotherapeutische Begleitung und auch an unsere neuen Torwarttrainer Markus Schild. Es ist zu früh, um schon jetzt Saisonziele zu formulieren. Das wäre unrealistisch und unseriös. Ich habe die Hoffung, dass alle Spieler den durch die Neuzugänge entstehenden Konkurrenzdruck wirklich offensiv annehmen! Da ist weiter Charakter gefragt. Ziele erarbeiten wir uns grundsätzlich intern gemeinsam. Das muss so sein, denn durch die Selbst-Erarbeitung ist gewährleistet, dass die Spieler dann auch voll dahinter stehen. Ich gebe lediglich Impulse, die Mannschaft muss selbst wissen, was sie investieren will, um die selbst gesetzten Ziele zu erreichen.
BZ: Wie gestaltet sich die Situation im Mannschaftskader ab Anfang August?
Michael Götz: Benjamin Jurowski wird ab sofort wieder rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Darauf hoffe ich auch bei Tobias Wilhelm und auch bei Simon Heinz, der immer voll engagiert endlich einmal eine längere Strecke ohne Verletzungen überstehen sollte. Die Perspektiven für die Neuzugänge werden sich zeigen. Daniel Antmansky und Andreas Biehl sind auf mehreren Positionen einsetzbar. Daniel Friede ist ein defensiver, Luca Hannemann ein offensiver Mittefeldspieler. Sebastian Böck war in seinem alten Verein Stürmer, Angreifer und Torjäger, Lukas Wanzke ist ein Mittelfeldmann und Hendrik Nagy ist von Hause auf ein defensiver Spieler aus der Bezirksliga Hannover. Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, sieben neue Spieler zu bekommen, ohne dass mit einem Scheck gewunken wurde. Es wird beim SV Nieder-Weisel auch weiterhin kein Handgeld an Spieler gezahlt.
BZ: Wie sehen Sie die Situation am Sportgelände in Nieder-Weisel?
Michael Götz: Man muss Verständnis haben, aber die Verhältnisse sind mehr als bescheiden. Das hat derzeit noch nicht mal A-Liga-Niveau. Die gegnerischen Mannschaften schütteln nur den Kopf, fahren ungeduscht nach Frankfurt oder Bad Homburg zurück. Wir haben als Mannschaft am Platz keine Gelegenheit, uns einmal zu einem Gespräch zusammenzusetzen. Im Grunde ist das derzeit fast katastrophal! Hoffentlich wird der Zustand des Rasens auf dem Hauptplatz in der Sommerpause in einen Gruppenliga tauglichen Zustand gebracht. Das erste Training findet am 4.Juli in Maibach statt. Am 12. Juli ist das erste Vorbereitungsspiel in Beienheim. Danach nehmen wir an einem hervorragend besetzten Vorbereitungsturnier in Petterweil teil, ehe es dann zu den Stadtmeisterschaften geht.
BZ: Herzlichen Dank für das lange, ausführliche Gespräch und alle guten Wünsche für einen gelungenen Saisonstart Anfang August.
Turniersieg der Nieder-Weiseler E1
Beim Heinz-Geier-Gedächtnis-Turnier mit fünf E-Jugend Mannschaften in Reichelsheim belegten die Junioren des SV Nieder-Weisel im Spielmodus jeder gegen jeden ohne Niederlage und ohne Gegentor den ersten Platz.
In Spiel eins gegen die erste Mannschaft des Gastgebers waren die Schützlinge von Michael Holzhacker und Stefan Hahn zwar überlegen, doch blieb es nach 14 Minuten beim 0:0. Gegen Reichelsheims zweite erzielte Yannik Stellberger den Siegtreffer zum 1:0, wobei ein Strafstoß und weitere gute Chancen vergeben wurden. Das nächste Spiel gegen Echzell wurde souverän mit 2:0 durch Tore von Christian Okeke Eweni sowie Johannes Dinser gewonnen. Im letzten Spiel kam es somit zum ‘Endspiel’ gegen den EFC Kronberg, der bisher alle Spiele gewonnen hatte. Es entwickelte sich ein gutklassiges Spiel. Langsam erspielten sich die Blau-Weißen die Feldüberlegenheit. Gegen Mitte des Spiels gab es Eckball, den Johannes Dinser weit auf den langen Pfosten spielte, die Kronberger waren überrascht und Yunus Gül verwandelte direkt. Wütende Angriffe des Teams aus dem Hochtaunus folgten, doch die Abwehr (Oleg Schwab, Jonas Dernedde) um Jan Niklas Brod und Keeper Jean Paul Meynioglu hielt stand. Die Stürmer (Tim Sorgatz, Benjamin Heerz) blieben in Kontern stets gefährlich. Doch letztendlich blieb es beim verdienten 1:0.
Das Team freute sich über den gelungenen Saisonabschluss und feierte den Turniersieg mit einem Freigetränk.
Nieder- Weisels FII_Junioren auch in der Rückrunde dominierend
Tolle Hinspielserie für die FII-Junioren des SV Nieder-Weisel
(R.K). Kürzlich ging für die von Andreas Pfeffer und Marcel Litschel trainierten und betreuten FII-Junioren des SV Nieder-Weisel die Vorrunde in der Kreisklassengruppe 8 zu Ende. Die jungen Nachwuchskicker freuten sich nach dem Abschlusstraining riesig, zumal sie auch ihr letztes Spiel vor der Osterpause siegreich beendet hatten.
Bereits im 1.Spiel gegen den Nachbar VfR Butzbach wussten die Blau-Weißen aus dem Stadtteil zu überzeugen und gewannen die Partie durch die bessere Chancenauswertung auch verdient mit 4:1-Toren.
Die 2.Begegnung beim Nachwuchs des TSV Ostheim wurde zu einer klaren Angelegenheit der Kids aus Nieder-Weisel. Bereits zur Pause war die Partie mit 6:0 zu ihren Gunsten entschieden. Nach dem Seitenwechsel bauten sie die Führung auf 10:0 aus. Obgleich die Schwarz-Weißen aus Ostheim kämpferisch recht stark wirkten, besaßen sie während der gesamten Spielzeit keine einzige Torchance.
Zu ihrer 3.Begegnung weilten die SV-Kicker bei ihren Alterskameraden des SV Schwalheim. Von Beginn an bestimmten die Gäste aus dem Butzbacher Stadtteil den Ablauf des Spielgeschehens und ließen ihre Gegenspieler oftmals ins Leere laufen. Erst beim Stande von 0:8 kamen die Bad Nauheimer Vorstädter zu ihrem Ehrentreffer.
Eine spielerisch starke Leistung boten die Schützlinge von Andreas Pfeffer und Marcel Litschel im Heimspiel gegen die Mädchenmannschaft des SVP Fauerbach. Nach einer 3:0-Halbzeitführung beendete man diese Begegnung mit einem souveränen 7:0-Erfolg.
Zu einer einseitigen Angelegenheit für das hiesige Team wurde die Auswärtsbegegnung gegen die Mädchenmannschaft des FC Gambach. Trotz starker Leistung der Gambacher Torfrau und einiger Torchancen der Gastgeber hatten am Ende die Jungs aus Nieder-Weisel mit 13:0 die Nase vorn.
Zu einer spannenden Partie sollte die 1. Rückrundenbegegnung beim Nachwuchs des VfR Butzbach werden. Beide Teams waren auf Sieg programmiert und bevorzugten die Offensive. Zahlreiche Pfostenschüsse auf beiden Seiten waren u.a. dafür kennzeichnend ( 3 für SVN und 2 für VfR). Dass am Ende ein knapper 2:1-Erfolg für die Gäste aus dem Stadtteil heraussprang, sprach vielleicht weniger für das Können der Akteure als vielmehr für ein Quentchen mehr Glück zu ihren Gunsten.
Ungerechtes 4:4-Remis der Nieder-Weiseler EI-Junioren
(R.K.) Torreich endete am Samstagnachmittag die Begegnung zwischen den gastgebenden EI-Junioren des SV Nieder-Weisel und der JSG Melbach/Wölfersheim. Bereits kurz nach Spielbeginn ergab sich für das heimische Team die erste Chance, die aber ungenutzt verstrich. Unmittelbar danach erkämpften sich die Gäste der JSG das Leder und starteten einen Konterangriff, der auch zum überraschenden 0:1-Führungstreffer genutzt wurde. Doch die Schützlinge von Michael Holzhacker erholten sich schnell von diesem Schock. Nach einem gelungenen Direktspiel über die linke Seite erzielte Christian Okeke Eweni fast im Gegenzug den 1:1-Ausgleich. In der Folgezeit entwickelte sich ein munteres und gutklassiges Juniorenspiel, in dem die Gastgeber leicht überlegen agierten. Mitten in die Drangperiode der Blau-Weißen erzielten die Gäste im Anschluss an einen langen Pass die erneute Führung. Sie dauerte aber nicht lange, denn Christian Okeke Eweni konnte zum 2:2 ausgleichen. Drei Spielminuten vor dem Pausenpfiff des Unparteiischen starteten die Hausherren einen Angriff über die linke Seite. Johannes Dinser flankte in den gegnerischen Strafraum. Von einem Gästespieler abgelenkt, landete das Leder zum 3:2-Halbzeitstand im Netz.
Die 2.Halbzeit begann ähnlich wie die erste, denn schnell konnten die Gäste zum 3:3 ausgleichen. Im weiteren Spielverlauf brachten die JSG-ler eine unverständliche und unangebrachte Härte ins Spiel, die oftmals ungeahndet blieb. Zudem übersah der Unparteiische Mitte des 2.Durchgangs ein klares Handspiel eines Gästespielers kurz vor der Strafraumgrenze; auch ein übles Foulspiel durch Nachtreten blieb ohne Folgen. Im Verlauf eines gegnerischen Angriffs kam es wenig später zu einer Rangelei um das runde Leder, in dessen Verlauf beide beteiligte Spieler zu Fall kamen. Der Schiedsrichter sah in dieser Aktion eine Notbremse des Weiseler Akteurs und bedachte ihn mit der Roten Karte. Auch in der Folgezeit fielen die Gäste durch z.T. sehr übles Foulspiel auf, das aber keine Entscheidung des Schiedsrichters nach sich zog. In Überzahl erzielten sie schließlich die 3:4-Führung. Doch kurz vor Schluss der Begegnung gelang Johannes Dinser nach überlegtem Fernschuss der hochverdiente Ausgleich.
Nieder-Weisels Trainer Michael Holzhacker war nach dem Spiel nicht gut auf den Schiri zu sprechen, der die aufkommende Härte der Gästespieler nicht zu unterbinden wusste und teilweise unverständliche Entscheidungen zu Ungunsten seines Teams fällte. Obgleich zum Schluss durch den Platzverweis gehandicapt und dezimiert, zollte er seinen Akteuren dennoch ein Sonderlob ob der gezeigten Leistungen.
Verdienter Heimerfolg für Nieder-Weisels BI-Junioren
Butzbach/Ostheim,den 17.04.2011
(R.K.) Zum fälligen Punktspiel der Kreisliga hatten die BI-Junioren des SV Nieder-Weisel am Freitagabend die Mannschaft der JSG Rosbach/Rodheim zu Gast „Am Wiesengrund“. Gegen den Rangzweiten der Liga begannen die Volp-Schützlinge recht gut und erspielten sich auch die ersten guten Torchancen. Doch das erste Zählbare verbuchten die Gäste nach ca.10 Spielminuten, Ein Fernschuss landete zur Überraschung des Wieseler Keepers im eigenen Tornetz. Doch die Blau-Weißen ließen sich dadurch nicht aus ihrem Konzept bringen und erzielten nur wenige Minuten später durch Johannes Fett nach Flanke von Manuel Volp den 1:1-Ausgleich. Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten gewechselt.
Den besseren Start in den 2.Durchgang erwischten die Gastgeber aus dem Butzbacher Stadtteil. Nach einem Pass von Jannik Räder brachte Justin Weigel nach ca. 20 Spielminuten sein Team mit 2:1 in Führung. Auch in der Folgezeit blieben die Hausherren tonangebend und erhöhten 10 Minuten später nach einem geschickten Konterangriff durch Joshua Bill auf 3:1. Den Schlusspunkt setzten dann wieder die Gäste aus Rosbach, die 3 Spielminuten vor dem Ende der Partie auf 3:2 verkürzten.
Auswärtspunkt für SV Nieder-Weisel II - Julian Scholz mit „Köpfchen“
FC Rendel – SV Nieder-Weisel II 1:1 (1:1)
(dt). Es war von beiden Seiten nicht unbedingt eine „Glanznummer“ mit spielerischen Höhepunkten, Kampf war Trumpf und in dieser Hinsicht hielten sich beide Vertretungen die Waage. In die Karten spielte den Gästen aus Nieder-Weisel eine frühe 0:1-Führung. In der 18. Minute hatte Christoph Häuser einen Flankenball vor das Rendeler Gehäuse platziert, wo Julian Scholz mit Kopfball erfolgreich war. Zweikämpfe – vorwiegend im Mittelfeld – kennzeichneten den weiteren Verlauf. Daniel Hufnagel leitetete das Remis ein. Sein Zuspiel nickte Francesco Haidle per Kopf nach 38 Minuten ein. Auch im zweiten Abschnitt lieferten sich beide Vertretungen eine Paarung auf Augenhöhe, ohne das Zählbares zu verzeichnen war. Auf Gästeseite vergaben Julian Welker und Dennis Wedemann die Möglichkeiten zum Auswärtsdreier.
SV Nieder-Weisel gewinnt das Kreisderby in Nieder-Wöllstadt
SV Nd.-Wöllstadt – SV Nd.-Weisel 1:2 (1:1)
(dt). In der Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West gewann der SV Nieder-Weisel gestern Nachmittag das Kreisderby an der B3 in Nieder-Wöllstadt mit 2:1 und rückt damit im Klassement wieder auf Tabellenrang elf vor.
Nieder-Weisels Pressesprecher Gunthard Krausgrill bilanzierte gestern nach den neunzig Derbyminuten in Nieder-Wöllstadt: „Wir waren deutlich die bessere Mannschaft und mussten die Partie eigentlich höher gewinnen!“ Nach der unverhofften Heimniederlage im Derby gegen Steinfurth vor einer Woche präsentierte sich diesmal ein Nieder-Weiseler Team, das nach Rehabilitierung strebte. Und das gelang schon nach fünf Minuten mit dem ersten Signal! Das Duo Sebastian Volp und Patrick Berschick harmonierte in der gesamten Partie prächtig und setzte sich gleich erfolgreich in Szene: Volp hatte den Weg freigemacht und Berschick konnte aus sechs Metern zum 0:1 vollenden. Neun Minuten später schickte Berschick Sebastian Volp auf den Weg, der verfehlte jedoch das leere Tor. Aus keiner Chance machten die Platzherren in der 34.Minute den Ausgleich. Schiedsrichter Sertac Altay bescherte den Gastgebern einen Handelfmeter. Was war passiert? Aus weniger als einem Meter Distanz wurde Steffen Häuser im Strafraum der Ball an die Hand geschossen und der Unparteiische sah darin ein absichtliches Handspiel. Der Ex-Kloppenheimer Gianluca Campagna nutzte den Strafstoß zum 1:1-Pausenstand. Der zweite Akt sah weiterhin einen Gast mit Feldvorteilen. Christopher Wanzke und Sebastian Volp scheiterten zunächst knapp bei aussichtsreichen Chancen. Genau nach einer Stunde stand dann das Endresultat fest. Diesmal war es ein Flankenball von Dominik Ruppel, den der in der Mitte lauernde Patrick Berschick zum 1:2 verwerten konnte. Beim Gast kamen nun Tobias Wilhelm für Stefan Moritz (65.), Sebastian Michel für Can Zarifoglu (81.) und Tom Kette für Patrick Berschick (90+3). Weitere Möglichkeiten für Nieder-Weisel vergaben bis zum Abpfiff Stefan Moritz, als er noch auf dem Feld war, Sebastian Volp und Berschick.
Souveräner Heimsieg der Nieder-Weiseler EI-Junioren
(R.K.) Einen nie gefährdeten 6:1-Erfolg gegen die JSG Münzenberg landeten am Samstagnachmittag die EI-Junioren des SV Nieder-Weisel. Diesmal setzten die Gastgeber die Vorgaben ihres Trainers Michael Holzhacker konsequent um und schnürten die Gäste bereits in deren Hälfte regelrecht ein, so dass sich von Beginn an eine klare Feldüberlegenheit zu ihren Gunsten einstellte. Die erste echte Torchance ergab sich aber erst nach ca. 9 Spielminuten, die auch zum 1:0 für die Blau-Weißen führte. Jan Niklas Brod schloss ein Zuspiel mit einem überraschenden Fernschuss, von einem gegnerischen Abwehrspieler noch abgelenkt, zur Führung für sein Team ab. Auch in der Folgezeit hielt die Weiseler Überlegenheit an. Erneut war es Jan Niklas Brod, der 3 Minuten später entschlossen abzog und auf 2:0 erhöhte. Ca. 5 Minuten vor dem Halbzeitpfiff des Unparteiischen führte eine schöne Kombination zum 3:0-Pausenstand. Nach einem Einwurf in der gegnerischen Hälfte kam der Ball zu Christian Okeke Eweni, der seinen Gegenspieler umspielte und flach vor das Münzenberger Gehäuse flankte. Dort stand Johannes Dinser goldrichtig und ließ dem Gästekeeper keine Abwehrchance.
In der Pause ermunterten Michael Holzhacker und Co-Trainer Stefan Hahn ihre Schützlinge, auch im 2.Durchgang nicht nachzulassen und konsequent weiterzuspielen. Dies wurde denn auch beherzigt, so dass weitere Torerfolge nicht ausblieben. Jan Niklas Brod, Christian Okeke Eweni und Johannes Dinser schraubten zwischenzeitlich das Ergebnis auf 6:0. Erst in der Schlussphase ließ die Konzentration der Weiseler Akteure etwas nach, wodurch die Münzenberger auch zu ihrem Ehrentreffer kamen.
Knappe Auswärtsniederlage für Nieder-Weisels C-Junioren
(R.K). Ausgerechnet beim Schlußlicht JSG Dorheim gab es für die Schützlinge von Andre Hentze und Sascha Plobner im fälligen Meisterschaftsspiel der Kreisliga die zweite Niederlage. Als leichter Favorit in diese Begegnung gestartet, begannen die Gäste aus dem Butzbacher Stadtteil eigentlich recht optimistisch, zumal sie nach 15 Spielminuten durch Tim Weil mit 0:1 in Führung gingen. Auch im weiteren Spielverlauf blieben die Blau-Weißen leicht tonangebend, ohne jedoch zu weiteren Torerfolgen zu kommen. Anders die Gastgeber aus dem Friedberger Stadtteil, die in der 30.Spielminute zum 1:1 ausgleichen konnten. Mit diesem Ergebnis wechselte man auch die Seiten.
Waren im 1.Durchgang noch gelegentlich spielerische Momente vorherrschend, so stand im 2.Teil der Begegnung der Kampf im Vordergrund. Oftmals gingen die Akteure bis hart an die Grenze des Erlaubten heran, zumal der Unparteiische die harte Gangart der Gastgeber nicht frühzeitig erkannte und durch entsprechende Entscheidungen unterband. Nach ca.10 Spielminuten ging das Dorheimer Team erstmals mit 2:1 in Führung. Wenige Minuten später profitierten sie von einem unberechtigten Elfmeter, der zum 3:1 führte. Zwei Minuten vor dem Ende der Partie verkürzte Tim Weil auf 3:2. Zuvor hatte der Referee einen Dorheimer Spieler wegen groben Foulspiels des Feldes verwiesen.
„Gemessen an den Spielanteilen und den Torchancen hat meine Mannschaft zumindest eine Punkteteilung verdient gehabt“, so Weisels Trainer Andre Hentze nach dem Spiel.
1:1- Remis zwischen B-Junioren aus Ober-Mörlen und Nieder-Weisel
Butzbach/Ostheim,den 03.04.2011
(R.K.) Keinen Sieger fand am letzten Freitagabend die Begegnung der Kreisliga zwischen den B-Junioren des SV Ober-Mörlen und der JSG Nieder-Weisel. Auf dem Rasen der gastgebenden Grün-Weißen aus Ober-Mörlen übernahmen von Beginn an die Gäste aus dem Butzbacher Stadtteil die Initiative. Doch ähnlich wie im Vorspiel der Qualirunde stellten sich trotz zahlreicher Weiseler Torchancen zunächst keine Torerfolge ein. Erst Mitte der 1.Halbzeit trug die Weiseler Überlegenheit Früchte. Ein von Jannik Räder in den Strafraum der Gastgeber getretener Freistoß verlängerte Henning Noll zur 1:0-Führung für die Schützlinge von Günter Volp. Auch im weiteren Spielverlauf blieben die Blau-Weißen tonangebend, ohne dass sich jedoch weitere Torerfolge einstellten.
Im 2.Durchgang ein ähnliches Bild. Nieder-Weisels Nachwuchs bestimmte weitgehend das Spiel. Als der mitgereiste Weiseler Anhang schon mit einem knappen Sieg ihrer Mannschaft rechnete, kamen die Gastgeber ca. 5 Spielminuten vor dem Ende der Partie schließlich durch ein Freistoßtor zum 1:1-Ausgleich.
Am Gäste-Abwehrbollwerk gescheitert
SV Nieder-Weisel – SV Steinfurth 0:2 (0:1)
Vor über 200 Zuschauern am heimischen Wiesengrund beurteilten die Fans beider Mannschaften nach den neunzig Minuten am Freitagabend das Geschehen recht unterschiedlich. Sprach man bei den Gästen von einem cleveren Erfolg, so beklagte man beim Unterlegenen eine Niederlage gegen einen über neunzig Minuten hinweg destruktiven Spielpartner, der sich mehr oder weniger auf das Zerstören der spielerischen Ansätze der Blau-Weißen beschränkte – und das mit Erfolg. Unterm Strich blieben drei eminent wichtige Punkte für die Rosendörfler und auf der Gegenseite der Verlust von drei möglicherweise bereits eingeplanten Pluszählern bei den Hausherren. Der Gast aus Steinfurth igelte sich vom Anpfiff weg in den hinteren Regionen ein und verteidigte vielbeinig und zeitweise auch recht rustikal. Alle offensiven Versuche der Platzherren scheiterten an diesem Abwehrbollwerk – mit wenigen Ausnahmen, die aber nichts Zählbares einbrachten. Die Marschroute der Besucher ging auch deswegen perfekt auf, weil man mit einem Zufallstreffer aus einer Halbchance bereits nach vier Minuten in Führung gehen konnte. Im Nachsetzen hatte da Celil Günay aus 17 Metern Nieder-Weisels ansonsten absolut arbeitslosen Keeper Daniel Schneider zum 0:1 überwunden. Die erste große Möglichkeit für die Gastgeber ergab sich praktisch im Gegenzug, als Can Zarifoglu allein vor Steinfurths Torwart Daniel Laboy auftauchte, der aber per Fußabwehr reaktionsschnell abwehren konnte. Kurz vor der Pause dann hatte Patrick Berschick nach Flanke von Moritz eine Riesenmöglichkeit, aus vier Metern Distanz völlig frei köpfte er den Ball knapp neben den rechten Torpfosten. Die zweiten 45 Minuten sahen weiter einen anrennenden SV Nieder-Weisel, der in der permanenten Derby-Hektik das Beste wollte und dabei weiter viele Fehlpässe produzierte. Auf Steinfurther Seite versuchte man gelegentlich einen Konter zu setzen, beschränkte sich aber ansonsten darauf, den Gegner in Schach zu halten und den knappen Vorsprung mit den üblichen Verzögerungen über die Zeit zu bringen. Symptomatisch für die Situation war dann nach einer Stunde die Gelb-Rote Karte - nach mehrfachem Foulspiel - für den Ex-Ilbenstädter Dominik Reichardt, der einen Gegenspieler gefoult hatte und sich anschließend über eine Minute am Boden wälzte, ehe Referee Abdulkadir Ova (Geisenheim) ihm die Doppel-Karte zeigen konnte. Die 67.Minute bescherte dem in Unterzahl spielenden Gast dann das 0:2. Vorausgegangen war dem Treffer eine Abwehraktion von Steffen Häuser per Kopf und Steinfurths Blagojevic verwertete das unabsichtliche „Geschenk“ volley zum 0:2. Nieder-Weisels Pressesprecher Gunthard Krausgrill beklagte nach dem Schlusspfiff den miserablen Zustand des Rasenplatzes am Wiesengrund: „Das war aber nicht der Grund für die Niederlage. Wir haben einfach zu einfallslos agiert gegen einen sehr tief stehenden, defensiven Gegner.“
Nieder-Weiseler Schlussspurt
SV Nieder-Weisel II – TuS Rockenberg 4:2 (2:0)
Das Derby ließ im ersten Abschnitt Höhepunkte vermissen, denn beide Teams hatten in spielerischer Hinsicht offensichtlich Startschwierigkeiten! Die ersten Einschussgelegenheiten verzeichnete der Gast aus Rockenberg, wobei Benjamin Barisch nach einer Viertelstunde das Leder über das bereits leere Weiseler Tor platzierte. Neun Minuten später traf Marius Wetz bei einem Gästekonter – allerdings nach Abseitsstellung – Aluminium. Besser lief`s auf der anderen Spielfeldseite, denn Julian Scholz besorgte in der 37.Minute mit einem Treffer ins lange Eck das 1:0. Drei Minuten vor dem Seitentausch konnte Christoph Häuser nach Koproduktion mit Patrick Berschick die Hausherrenführung auf 2:0 ausbauen. Aus dem Container – Kabinen gibt es derzeit am Weiseler „Wiesengrund“ nicht – kam der Gast mit mehr Elan. Fünf Minuten nach Wiederbeginn verkürzte Benjamin Barisch per Kopfball auf 2:1 und elf Minuten darauf brachte Marius Wetz ebenfalls mit „Köpfchen“ und dem 2:2 das Derby aus Gästesicht wieder ins Lot. In den letzten zwanzig Spielminuten bestimmten dann jedoch wieder die Platzherren den Gang der Dinge. Einen Freistoß von Christoph Häuser verwertete nach 72 Minuten Tom Kette per Kopf zum 3:2. Alle Zweifel am Gastgeber-Erfolg beseitigte Patrick Berschick sieben Minuten vor Feierabend mit einem Schuss aus der Drehung ins kurze Eck zum 4:2.
SV Nieder-Weisel erkämpft 3:3-Remis in Merzhausen
(dt). „Da war mehr drin. Wir hätten das eigentlich gewinnen müssen!“ So Nieder-Weisels insgesamt aber zufriedener Trainer Michael Götz nach den neunzig Minuten in Merzhausen, die am Freitagabend 3:3 endeten.
Viele Möglichkeiten nicht genutzt
TuS Merzhausen – SV Nieder-Weisel 3:3 (1:0)
Die Gastgeber begannen wie die Feuerwehr und versuchten dem Gast aus Nieder-Weisel schon in der Anfangsphase den Knockout zu verpassen. In den ersten zwanzig Minuten konnten die Blau-Weißen nur reagieren und kamen so gut wie gar nicht in die Partie. Folgerichtig und verdient war in der 20.Minute das 1:0 durch einen 17-Meter-Schuss von Gazmend Maksuti. Auf Gästeseite hatte man zuvor eine Abseitsstellung registriert, der Assistent an der Seitenlinie war da jedoch nicht auf der Höhe des Geschehens. Erst nach dem Führungstreffer der Hausherren erwachte der SV Nieder-Weisel und wurde – insbesondere im zweiten Akt – mehr als ein gleichwertiger Gegner. Merzhausens Keeper La Terra hatte zeitweise alle Hände voll zu tun, um die knappe Führung zunächst festzuhalten. So stoppte er in der 16.Minute nach Vorarbeit von Can Zarifoglu Sebastian Volp, der aus vier Minuten geschossen hatte. Fünf Minuten vor dem Seitentausch spielte Patrick Berschick Dominik Ruppel frei, dessen Schuss an der Querlatte landete. Mit Wiederbeginn nach der Pause – Stefan Moritz war für Sebastian Michel gekommen - stoppte Torwart La Terra erneut Zarifoglu, der aus acht Metern geschossen hatte. Mehr als überfällig war der 1:1-Ausgleich in der 52.Minute, den Sebastian Volp eingeleitet hatte. Patrick Berschick schloss dann aus der Drehung erfolgreich ab. Die Besucher blieben dran und nur vier Minuten darauf lief der Ball von Stefan Moritz über Sebastian Volp zu Can Zarifoglu, der das Leder wiederum nicht an Keeper La Terra vorbei bekam. Besser machten es die Gastgeber nach einer Stunde wiederum durch Maksuti, der das 2:1 erzielte. „Wir sind in der Rückwärtsbewegung, wenn wir vorne den Ball verloren haben, einfach nicht schnell genug“, legte Trainer Michael Götz nach der Partie den Finger in die Wunde. Für Steffen Häuser schickte Götz nun Jürgen Kremer ins Geschehen. Auf Zuspiel von Ruppel brachte Zarifoglu die Angelegenheit vier Minuten später mit dem 2:2 wieder ins Lot. Im Gegenzug traf dann der eingewechselte Ex-Ober-Wöllstädter Jurij Gärtner mit Flachschuss aus zwölf Metern zur erneuten Führung der Einheimischen. Doch das Team des SV Nieder-Weisel zeigte weiter Moral! Dreimal lag man zurück, dreimal kam man zurück! In der 87.Minute zog Stefan Moritz einen Freistoß vor das Gastgeber-Tor, wo Sebastian Volp am langen Pfosten annahm und zum 3:3 einlenken konnte. „Heute hätten wir hier gewinnen können, wenn nicht müssen“, zog Weisels Pressesprecher Gunthard Krausgrill ein doch insgesamt zufriedenstellendes Fazit.
Gelb-Rot für Hendrik Maas
FSV Kloppenheim – SV Ndr.-Weisel II 5:1 (2:1)
Nach zuletzt optimalen neun Punkten aus drei Spielen fiel das 1B-Team des SV Nieder-Weisel gestern am Kloppenheimer Hang wieder in die alten Untugenden aus der Vorrunde zurück. Insbesondere in den zweiten 45 Minuten war der FSV Kloppenheim das deutlich stärkere Team und kam verdient zu den drei Punkten. Lediglich vor der Pause waren die Besucher ein ebenbürtiger Widerpart. Stefan Höck mit 18.Meter-Schuss besorgte schon nach sechs Minuten die 1:0-Führung, die Nieder-Weisels Quentin Gronau nach einer knappen halben Stunde auf Zuspiel von Jürgen Krämer ausgleichen konnte. Zwei Minuten später lagen die Gastgeber wieder vorne, Seyit Okumus hatte flach ins lange Eck getroffen. Im zweiten Akt brachte dann Kloppenheims Spielertrainer Tobias Vogeler mit einem Hattrick alles unter Dach und Fach. Das 3:1 war ein Heber ins lange Toreck (56.), beim 4:1 (75.) hob Vogeler das Leder aus 18 Metern über Torwart Maas ins Gästenetz und das 5:1 (89.) war dann ein Kopfball auf Flanke von Seyit Okumus. Nieder-Weisels Keeper Hendrik Maas legte sich verbal mit dem Unparteiischen an und musste nach dem 4:1 mit Gelb-Rot vorzeitig unter die Dusche.
Tore in der ersten halben Stunde
TSV Bad Nauheim II – SV Ober-Mörlen 1:4 (1:4)
Die Besucher aus Ober-Mörlen traten ersatzgeschwächt an, hatten aber trotzdem keine Probleme mit dem Tabellenschlusslicht. Trainer Michael Brzezniak standen mit Alexander Flor, Kai Fischbach und Matthias Weckler wichtige Akteure nicht zur Verfügung. Alle Tore fielen bereits in der ersten halben Stunde, danach gab es nur noch gepflegtem Sommerfußball zu registrieren. Nach dem 0:1 durch Henrik Schaupp besorgte Philipp Heinrich schnell das 0:2. Hendrik Schaupp war auch der Schütze zum 0:3. Alexander Löwe steuerte schließlich den vierten Treffer bei, ehe die Gastgeber zum Anschluss kamen. Im ersten Akt war der SV Ober-Mörlen klar das bessere Team, im zweiten Abschnitt kamen dann die Gastgeber besser in die Begegnung. Der zweifache Türschütze Hendrik Schaupp schied beim Gast nach einer Stunde verletzt aus.
Siegtreffer durch Julian Scholz
SV Nieder-Weisel II – SV Echzell 2:1 (1:0)
Es war auf dem Hartplatz in Nieder-Weisel eine offene Auseinandersetzung mit einem glücklichen Ende für die Gastgeber! Schon nach 120 Sekunden hatte Echzells Oliver Thiel eine Freistoßchance, die Weisels Keeper Hendrik Maas abwehren konnte; auch den Nachschuss konnte Maas parieren. Die erste Einschussgelegenheit für die Platzherren hatte nach 26 Minuten Steffen Häuser nach Zuspiel von Dominik Strasheim. Sekunden später wurde Jürgen Kremer im Echzeller Strafraum gefoult. Den folgenden Elfmeter von Stefan Moritz parierte jedoch Echzells exzellenter Keeper Dominik Roos (früher Jugend Kickers Offenbach). Der SV Nieder-Weisel machte weiter Druck und erntete dann doch noch vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Leopold Abram (Watzenborn-Steinberg) verdienten Lohn. In der 31.Minute traf Tom Kette flach ins linke Eck zum 1:0. Mit dem Pausenpfiff scheiterte dann noch Quentin Gronau an Torwart Roos, nachdem Jürgen Krämer vorbereitet hatte. Nachdem Referee Abram in der 71.Minute einem regulären Weiseler Treffer durch Dominik Friede wegen angeblicher Abseitsstellung die Anerkennung verweigert hatte - es standen noch Abwehrspieler auf der Torlinie – kamen die Gäste kurz darauf durch Benedict Wagner zum 1:1-Ausgleich. Zwei Minuten vor Schluss machte dann im Anschluss an einen Freistoß von Christoph Häuser aus vier Metern Julian Scholz den 2:1-Heimerfolg für den SV Nieder-Weisel II perfekt.
Nieder-Weisels jüngster Nachwuchs gut gerüstet für die Feldrunde
(R.K.) Ende Februar ging für die G-Junioren des SV Nieder-Weisel die Hallenrunde der Gruppe 1 zu Ende. Lag man nach den ersten 5 Begegnungen mit 11:2 Toren und 10 Punkten noch überaus gut im Rennen, so verlief der 2.Teil auf dem Hallenparkett nicht ganz so nach dem Willen und den Vorstellungen der jungen „Kids“. Mit einem 2:1-Erfolg gegen den Nachwuchs des SV Ockstadt konnte man lediglich einen „Dreier“ verbuchen. In den übrigen fünf Spielen gegen den SV Assenheim, den VfB Friedberg, die JSG Melbach/Wölfersheim, die JSG Stammheim und die JSG Wöllstadt musste man die Punkte dem Gegner überlassen. Die Torschützen auf Weiseler Seite waren Gorge-Michel Özugul, Mick Schorr und Seydi Degirmenci. Im engeren Kreis des Kaders standen : Julian Heinz, Davorin Schott,, Mick-Lennard Schorr, Valentin Haub, Lucas Mandler, Noah Hammerlindl, Lasse Bergk, Benno Harlander, Georg Dinser, Seydi Degirmenci, Silas Tiedermann, Maximilian Sammeth, Dustin Thiel, Louis Szymanski, Gorge-Michel Özugul und Lars-Jannik Winkler.
Wenn auch die Hallenrunde nicht so wie gewünscht verlief, haben die 4-6-jährigen Kicker des SV Nieder-Weisel keinesfalls den Spaß am Spiel verloren, wie in den Trainingsstunden zur Vorbereitung auf die Feldrunde zu beobachten war. Jedenfalls blicken die Akteure dieser am kommenden Wochenende beginnenden Runde auf dem grünen Rasen fieberhaft entgegen, zumal sie die Negativserie in der Halle unbedingt vergessen lassen wollen.
Erfolgreiche Hallensaison für Nieder-Weisels E-Junioren
(R.K.) Unlängst beendeten die E-Junioren des SV Nieder-Weisel ihre Spiele in der diesjährigen Hallensaison. In einem kurzen Statement zeigten sich die Betreuer der beiden SV-Nachwuchsmannschaften mit dem Abschneiden und den gezeigten Leistungen ihrer Schützlinge insgesamt sehr zufrieden.
Nieder-Weisels Juniorenmannschaften im Halbfinale gescheitert
(R.K.) Der Traum beider Juniorenteams, ins Finale um die Hallenkreismeisterschaft einzuziehen, fand am letzten Sonntag in der Steinfurther Sporthalle ein frühes Ende. Vor fast voll besetzten Rängen schieden sowohl die C-als auch die B-Junioren des SV Nieder-Weisel aus dem Wettbewerb aus.
Die von Andre Hentze und Sascha Plobner betreuten C- Junioren gingen mit viel Vorschusslorbeeren in die Halbfinalbegegnung gegen das Nachwuchsteam des Verbandsligisten KSV Klein-Karben II, zumal sie die Vorrundenspiele ohne Verlustpunkt absolviert hatten. Doch allzu überhastet vergaben sie in der Anfangsphase die herausgespielten Torchancen. Cleverer agierten jedoch die Akteure aus Klein-Karben, die innerhalb von 3 Spielminuten durch schnelle Tempogegenstöße mit 2:0 in Führung gingen. Die Blau-Weißen aus dem Butzbacher Stadtteil waren dadurch jedoch keinesfalls entmutigt. Mehrmals bot sich ihnen die Chance, zum Anschlußtreffer zu kommen. Ihre Anstrengungen wurden auch kurz vor der Halbzeitpause mit dem Tor von Gorgis Vardi belohnt.
Die zweite Spielhälfte sah eine zunächst mit viel Elan auf den Ausgleich drängende Weiseler Auswahl im Vorteil. Pfosten und Querlatte verhinderten in diesem Abschnitt mehrmals dieses Ansinnen der Blau-Weißen. Erst ein schnell vorgetragener Konterangriff , der mit dem 3:1 für die Karbener abgeschlossen werden konnte, befreite diese von der Belagerung. Ca. 10 Spielminuten vor dem Ende der insgesamt sehr fairen Partie sorgte noch einmal Tim Weil mit einem
mächtigen Schuss auf das Gehäuse Klein-Karbens für Aufregung, doch der gut postierte Schlussmann konnte das runde Leder unschädlich machen. Die letzten 4 Minuten vor der Schlusssirene gehörten dann wieder dem Nachwuchs aus der südlichen Wetterau, die mit ihrem 4.Treffer dem heimischen Team den endgültigen KO versetzten.
Im Finale treffen die Klein-Karbener am kommenden Sonntag an gleicher Stätte auf die JSG Wöllstadt, die zuvor mit 2:0 gegen die JSG Bad Vilbel/Gronau siegreich geblieben war.
Die B-Junioren des SV Nieder-Weisel hatten es in ihrer Halbfinalbegegnung mit dem FC Massenheim zu tun. Die Auswahl aus dem Bad Vilbeler Stadtteil erwies sich als der erwartet starke Gegner, der sich für die im Gruppenspiel erlittene 1:3-Niederlage unbedingt revanchieren wollte. Die Anfangsphase gehörte jedoch dem von Günter Volp betreuten Team aus Nieder-Weisel. Manuel Volp hatte aus aussichtsreicher Position die Möglichkeit zur 1:0 Führung für die heimische Mannschaft, doch sein Schuss landete nur an der Querlatte. Mehr Glück hatten im weiteren Spielverlauf die Akteure aus Massenheim, die einen schnellen Konterangriff mit dem 1:0 abschließen konnten. Bis zur Halbzeitpause bot sich beiden Auswahlmannschaften mehrmals die Chance, einen Torerfolg zu erzielen, doch beide Torhüter erwiesen sich als Meister ihres Faches und verhinderten dieses Ansinnen. So wechselte man mit dieser knappen Führung Massenheims die Seiten.
Die zweite Spielhälfte begann ähnlich wie die erste. Die Volp-Schützlinge bemühten sich zwar redlich um einen Torerfolg; insgesamt aber operierten sie zu drucklos in der gegnerischen Hälfte. Erst in den Schlussminuten setzten sie noch einmal alles auf eine Karte und starten gefährliche Konterangriffe. Doch mehr als ein Lattenschuss sprang dabei nicht heraus. So blieb es schließlich beim etwas glücklichen, aber nicht unverdienten Massenheimer 1:0-Erfolg.
Endspielgegner Massenheims ist am kommenden Sonntag vor heimischen Publikum das Team des SV Steinfurth, das seine Halbfinalbegegnung gegen den KSV Klein-Karben II mit 2:0 gewinnen konnte.
Hessenmeisterschaft „Alten Herren“
Wie bereits im Vorfeld in der BZ berichtet, nahmen die „Alten Herren“ des SV 1921 Nieder-Weisel am 12.02.2011 an der offiziellen 2. Hessenmeisterschaft des Hessischen Fußballverbandes für Futsal, Ü35 Jahre, in der Sportschule Grünberg teil.
Es stritten die 15 Gewinner der jeweiligen Kreismeisterschaften in ihrem entsprechenden Fußballkreis um den Titel des Hessenmeisters. Das Team aus Nieder-Weisel bekam es in der Vorrund in ihrer Gruppe mit den Mannschaften des FSV Cappel, der ASG Südl. Vogelsberg, dem TSV Künzell und der TSV Günterfürst zu tun.
Im ersten Spiel gelang den Weiselern ein 4:1 Erfolg gegen die „Alten Herren“ des TSV Künzell. Im weiteren Verlauf schlug man dann die Alterskameraden der ASG Südl. Vogelsberg ungefährdet mit 3:0 Toren. Im vielleicht besten Vorrundenspiel gelang dann ein Remis gegen die spielstarke Mannschaft des FSV Cappel, man trennte sich nach spannendem Verlauf 3:3. Im letzten Gruppenspiel siegte das Team des SV Nieder-Weisel mit 1:0 gegen den TSV Günterfürst. Somit erreichte man nach drei Siegen und einem Unentschieden den Gruppensieg und zog in das Viertelfinale ein.
Hier traf das Team aus dem Butzbacher Stadtteil auf die SG Mörlenbach. Es entwickelte sich fast ein Spiel auf ein Tor. Die Männer aus Mörlenbach zogen sich komplett vor ihr eigenes Tor zurück und verfügten außerdem über den vielleicht besten Torhüter des Turniers, an dem die Weiseler Schützen ein ums andere Mal scheiterten. So kam es wie es kommen musste. Nach zwei blitzsauberen Kontern fing man sich zwei Gegentore ein und trotz allen Bemühungen gelang kein eigenes Tor, so dass man mit 0:2 den Kürzeren zog und aus dem Turnier ausschied.
Trotzdem war man auf Seiten der Weiseler stolz unter die besten acht Mannschaften gekommen zu sein. Außerdem fuhr man mit der Gewissheit nach Hause, dass eigentlich keine der teilnehmenden Mannschaften besser war als man selbst. Die Mannen aus Nieder-Weisel erhielten von anderen Teilnehmern viel Lob für ihr technisch ausgereiftes und feines Spiel und man kehrte mit drei Einladungen zu Spielen und Turnieren in diesem Jahr nach Hause zurück.
Übrigens: Im Endspiel standen sich dann zwei Gegner des SV aus den Spielen zuvor gegenüber, nämlich der FSV Cappel und die SG Mörlenbach. Sieger wurde das Team aus Mörlenbach. Somit bezogen die Weiseler ihre einzige Niederlage gegen den späteren Hessenmeister im Futsal für AH-Teams, die SG Mörlenbach.
Als Fazit dieses Turniers konnte man aus dem Nieder-Weiseler Lager hören, dass man sich Futsal, das im Sportkreis Friedberg durchaus noch stiefmütterlich behandelt wird, durchaus als echte Alternative, wenn nicht gar als Ablösung des Hallenfußballs vorstellen kann. Gerade die Leistungen in den Spielen der Vorrunden der Senioren-Hallenkreismeisterschaft, in denen Kampf, Krampf, Grätschen und Schüsse aus zweiter Reihe die Überhand hatten, lassen berechtigte Zweifel zu, ob die Zuschauer dies tatsächlich so sehen möchten.
Der Futsal mit seinem fast körperlosen Spiel, bei dem Grätschen grundsätzlich verboten ist, und auch weitere Regelabweichungen fördern das eher technische Spiel und bietet dem Zuschauer ein attraktives Event.
Für den SV Nieder-Weisel spielten in Grünberg (Tore in Klammer):
Thomas Baar, Normen Heinz (4), Ralf Lenz (1), Jörg Volkmann, Jochen Hildebrand, Bernd Saltenberger, Jörg Wenig, Hakan Öndin (3) und Günter Volp (2)
Nieder-Weisels C-Junioren erreichten Halbfinale
(R.K.) Mit einem klaren, auch in der Höhe verdienten 6:1-Erfolg über die Alterskameraden des SV Echzell beendeten am letzten Wochenende in der Echzeller Sporthalle die C-Junioren des SV Nieder-Weisel ihre Gruppenspiele in der Halle. Mit 24 Punkten und 55:11 Toren aus 8 Begegnungen qualifizierten sie sich damit für das Semifinale.
Im Verlauf der Hallenrunde wurden die Schützlinge von Andre Hintze und Sascha Plobner ihrer zugedachten Favoritenrolle vollauf gerecht. Mit z.T.klaren Erfolgen, wie beispielsweise gegen den SV Germ.Schwalheim II(10:1), gegen TUS Rockenberg(13:1) und gegen den SV Steinfurth (9:2) stellten sie ihre gute Verfassung eindrucksvoll unter Beweis. Lediglich im Spiel gegen die Alterskameraden des SV Ober-Mörlen bedurfte es einer besonderen Energieleistung, um am Ende mit einem knappen 4:3-Sieg noch die Oberhand zu behalten. Auch in den übrigen 3 Spielen gegen den FC O.Fauerbach(6:1), gegen die JSG Dorheim I(4:2) und gegen den SV Hoch-Weisel(3:0) ließen die Blau-Weißen nichts anbrennen.
Im Halbfinale trifft nunmehr das Nieder-Weiseler Team auf den KSV Klein-Karben II. Diese Begegnung findet am kommenden Sonntag, den 20.2. in der Steinfurther Sporthalle „Zum Sauerbrunnen“ statt. Der Spielbeginn ist für 17.30 terminiert.
Das zweite Halbfinalspiel bestreiten die Nachwuchsmannschaften der JSG Wöllstädt und der JSG Bad Vilbel/Gronau.
Butzbach/Ostheim,den 09.02.2011
Nieder-Weisels BI-Junioren für das Halbfinale qualifiziert
(R.K.) Trotz einer 2:4-Niederlage im abschließenden Spiel gegen den FV Bad Vilbel II beendeten die BI-Junioren der JSG Nieder-Weisel die Hallenrunde als Erster der Gruppe 1. Sie qualifizierten sich damit für das Semifinale.
Mit makellosen 9 Punkten aus den ersten drei Begegnungen waren die Schützlinge von Trainer Günter Volp in die restlichen Gruppenspiele des neuen Jahres gestartet. Mit dem FC Massenheim trafen sie gleich im ersten Spiel auf einen ernsthaften Mitkonkurrenten um den Gruppensieg. In der Steinfurther Sporthalle sahen die Zuschauer eine bis in die Schlussminuten spannende Partie, in der die blau-weiße Auswahl aus dem Butzbacher Stadtteil am Ende mit 3:1 als Sieger das Hallenparkett verließ. Da auch die nächsten Begegnungen gegen die JSG Rosbach/Rodheim und gegen die JSG Burg-Gräfenrode mit 4:1 bzw.2:1 siegreich gestaltet werden konnten, war für den heimischen Vertreter das Weiterkommen gesichert. Hinter der JSG Nieder-Weisel sicherte sich auch der FC Massenheim durch einen 7:6-Sieg gegen die JSG Rosbach/Rodheim als Tabellenzweiter die Teilnahme für das Halbfinale. Der SV Steinfurth als Sieger der Gruppe 3 und der KSV Klein-Karben II als Erster der Gruppe 2 runden das Teilnehmerfeld für die Runde der letzten Vier ab.
Die Semifinalbegegnungen wurden bereits ausgelost. Hierbei kommt es in der einen Begegnung zu einer Neuauflage zwischen den beiden Auswahlteams des JSG Nieder-Weisel und des FC Massenheim. Der SV Steinfurth und die Auswahl des KSV Klein-Karben stehen sich im zweiten Spiel um den Einzug ins Endspiel gegenüber. Beide Partien finden am Sonntag, den 20.2. in der Steinfurther Sporthalle „Zum Sauerbrunnen“ statt.
Für SV-Trainer Michael Götz ist
der
12. Platz absolut zufriedenstellend
(dt). Der Trainer des SV Nieder-Weisel strahlt in der Winterpause im BZ-Gespräch Zufriedenheit aus. Aus seiner Sicht stimmt nahezu alles beim SV 1921. Mannschaft, Vorstand und Trainer arbeiten hervorragend zusammen, wie Michael Götz betont, das Umfeld stimme und auch der erreichte zwölfte Tabellenplatz sei für einen Aufsteiger absolut zufriedenstellend! Der 47-jährige Coach schaffte am Ende der Saison 2009/2010 endlich den von allen Spielern, vom Vorstand und den Anhängern sehnsüchtig erhofften Meistertitel in der Kreisoberliga Friedberg und damit den Aufstieg in die Fußball-Gruppenliga Frankfurt-West. Dabei machte Götz einiges anders als andere Trainer. Unter seiner Leitung gaben sich die Spieler einen selbst erarbeiteten Verhaltenskodex, der auf dem Platz und außerhalb gilt. Eine neue Atomsphäre entstand oder – besser gesagt – wurde bewusst geschaffen.
Anfang August begann für den SV Nieder-Weisel mit dem Start in der dritthöchsten hessischen Fußballliga sportlich eine neue Zeitrechung. Eine insgesamt sehr junge Mannschaft musste anfangs zwar Lehrgeld zahlen, bewies dann aber auch ihre Entwicklungsfähigkeit hin zu einem Gruppenligateam, das seinen Platz im gesicherten Tabellenmittelfeld finden kann und wird. Aus den bisher 19 Saisonspielen ergatterte das Götz-Team 19 Pluspunkte, zu Buche steht eine augenblickliche Tordifferenz von 34:47 Toren. Dabei ist die Anzahl der Gegentore sicherlich zu hoch, die Summe der erzielten Treffer ist jedoch respektabel, denn im Durchschnitt wurden in der neuen Umgebung pro Treffen fast zwei Tore erzielt. Die errungenen 5 Siege gelangen bei Klein-Karben II (1:0), im Derby beim SV Steinfurth (4:2), am Brentanobad in Frankfurt gegen die SG Rotweiß Frankfurt II (2:0), bei Germania Enkheim (4:2) und kampflos im Heimspiel gegen den KSV Klein-Karben II (3:0-Wertung). Vier Zähler wurden durch Unentschieden sichergestellt: gegen Germania Enkheim (4:4), gegen den FC Kalbach (1:1), im Heimderby gegen den SV Nieder-Wöllstadt (1:1) und im „Heimspiel“ in Fauerbach beim sehenswerten 3:3 gegen die Spvgg. 02 Griesheim. Punktlos blieb der SVN gegen die Spvgg. 05 Bad Homburg (Auswärts/2:0), die SG Anspach (Heim/1:5), den FV Stierstadt (A/0:2), die SG Westend Frankfurt (A/1:2), den TuS Merzhausen (H/3:5), den FC Ober-Rosbach (H/0:4), die SG Bornheim/Grünweiß Frankfurt (A/2:4), die DJK Bad Homburg (H/2:4), Vatan Spor Bad Homburg (A/1:3) und die Spvgg. 05 Bad Homburg (H/1:3). Die interne Torjägerliste führt Sebanstian Volp an:
10 Tore: Sebastian Volp
7 Tore: Can Zarifoglu, Patrick Berschick
2 Tore: Christopher Wanzke, Dominik Ruppel
1 Tor : Steffen Häuser, Björn Lauckhardt, Patrick Czolnik
Das BZ-Gespräch mit Trainer Michael Götz, der aktiv mehrere Jahre bei der SG Rodheim Fußball spielte und beim SV 98 Rosbach, SV Bruchenbrücken, KSV Klein-Karben (A-Jugend) und Kickers Offenbach (D- und C-Jugend) trainierte, führten wir am letzten Mittwoch; Neben seiner Vereinstätigkeit fungierte Götz jahrelang als Stützpunkt-Jugendtrainer im DFB-Talentförderprogramm:
BZ: Herr Götz, schauen wir gemeinsam zurück: Wie sehen Sie die bisherige Saison des SV Nieder-Weisel im ersten Gruppenliga-Jahr nach dem Aufstieg?
Michael Götz: Wir hatten zweifellos Startschwierigkeiten in der neuen Umgebung. Das war nicht verwunderlich. In der Gruppenliga stand die Mannschaft vor ganz anderen Anforderungen wie zuvor in der Kreisoberliga. Hinzu kam, dass der Terminplan für uns gleich einen ganz schweren Auftakt vorsah mit den Spielen bei der Spvgg. 05 Bad Homburg und gegen die SG Anspach – beide spielten von Anfang an um den Meistertitel mit. Das war ein bitterer Beginn gleich mit zwei Niederlagen. Aber die Mannschaft, der Vorstand und ich als Trainer haben hier die Ruhe bewahrt.
BZ: Manche Beobachter sprechen in diesem Jahr in der Gruppenliga Frankfurt-West von einer „Mehr-Klassen-Gesellschaft“. Wie sehen Sie das?
Götz: So kann man es realistisch gesehen formulieren. An der Spitze steht unangefochten der FC Ober-Rosbach, der mit den in der Winterpause getätigten zusätzlichen Neuverpflichtungen bis Saisonende weiter eine Ausnahmerolle spielen wird. Die Rosbacher sind der Top-Favorit für den Titel! Mit deutlichem Abstand folgen dahinter auf Rang zwei bis fünf der FC Kalbach, die SG Bornheim/Grünweiß Frankfurt, die Spvgg. 02 Griesheim und die SG Anspach. Dann kommt nach klarem Schnitt das eigentliche Mittelfeld. Dort ist unser 12.Tabellenplatz aus meiner Sicht absolut zufrieden stellend! Ein Aufsteiger ist in der Regel meist ein Abstiegskandidat. In dieser Frage haben wir uns bisher sehr gut herausgehalten! Gegen die meisten der vor uns in der Tabelle stehenden Mannschaften stoßen wir an sportliche und finanzielle Grenzen. Mit den ersten Acht können wir uns nicht messen.
BZ: Die Grund-Philosophie des SV Nieder-Weisel war schon immer, dass Spieler nicht mit finanziellen Versprechungen oder „dicken Scheinen“ von anderen Vereinen abgeworben werden. Damit ist der SV in der Gruppenliga Frankfurt-West ein Exot. Kann man das auf der jetzt erreichten Leistungsstufe weiter so durchhalten?
Götz: Ja, ganz sicher wird das so weiter bleiben. Wir sind nicht in der Lage und wollen das auch nicht, gestandene Gruppenligaspieler mit finanziellem Aufwand von woanders zu holen. Was wir dagegen erreichen können, ist, gute junge Fußballer für uns zu interessieren, die beim SV Nieder-Weisel eine sportliche Herausforderung und Perspektive sehen. Diese jungen Leute müssen den sportlichen Anreiz für sich erkennen und auch die Geduld mitbringen, die notwendig ist, um sich im Kader durchzusetzen. Ein gutes Beispiel hierfür ist unsere Spieler Christopher Wanzke. Der hat sich wirklich mit einer perfekten Einstellung durchgesetzt und ist heute Stammspieler. Oberstes Ziel ist es jedoch, die Spieler, die heute beim SV Nieder-Weisel spielen, auch für die Zukunft bei uns zu halten.
BZ: Wie sieht es derzeit beim SV Nieder-Weisel mit den Trainingsmöglichkeiten aus? Wo besteht im Training noch Handlungsbedarf?
Götz: Mir widerstrebt von der Trainingsphilosophie her ein Training ohne Ball. Deswegen halte ich auch nicht unbedingt sehr viel von Geländeläufen oder Läufen durch die Butzbacher Straßen. Manchmal ist im Winter aber nichts anderes machbar. Wir trainieren daneben regelmäßig in der Soccer-Arena. Am Dienstag haben wir erstmals ein Freiluft-Training auf unserem noch gefrorenen Hartplatz durchgeführt, wobei der Ball immer mit dabei war. Verbesserungsfähig ist unserer allgemeines Laufverhalten im Spiel. Da sind wir auf einem guten Weg. Die Spieler sind sehr selbstkritisch, sehr realistisch in der Einschätzung und nehmen die Dinge wirklich an, die vermittelt werden. Mir macht die Arbeit in Nieder-Weisel sehr viel Spaß.
BZ: Das Saisonziel ist wohl klar, es kann nur der Nichtabstieg sein...
Götz: Ein solche Zielsetzung ist mir im Grundsatz zu negativ formuliert. Natürlich sind die letzten drei Tabellenplätze die absolute Gefahrenzone. Realistisch strebe ich den 11. oder 12.Tabellenplatz an. Wir hatten in der letzten Woche eine Vorstandsitzung mit den beiden Trainern, d.h. mit Christian Ehnert und mir. Das Ziel ist abgesteckt, wir peilen auf lange Sicht einen Tabellenplatz im gesicherten Mittelfeld der Gruppenliga an. Daneben soll die zweite Mannschaft A-Ligist bleiben.
BZ: Woran machen Sie diese positive Sicht fest? Gibt es einzelne Spiele, die Ihre Aussage stützen?
Götz: Die Entwicklung ist positiv, wir sind auf einem guten Weg. Wir sind seinerzeit z.B. in einem Vorbereitungsspiel gegen die Spvgg. 02 Griesheim beim 2:4 am Ostbahnhof in Butzbach regelrecht vom Gegner vorgeführt worden. In der Punktrunde haben wir dann in Fauerbach gegen Griesheim ein mehr als leistungsgerechtes 3:3 erreicht. Ähnlich deutlich wurde die positive Entwicklung auch in den beiden Punktspielen gegen die Spvgg. 05 Bad Homburg. Andererseits, die Niederlagen in Stierstadt und bei Westend Frankfurt waren richtig ärgerlich mit verschenkten Punkten.
BZ: Wie sieht die Personalsituation für die weitere Saison aus? Gab es Veränderungen in der Winterpause?
Götz: Martin Krüger wird nur noch sporadisch zur Verfügung stehen, da er jetzt beruflich in Essen beschäftigt ist. Patrick Czolnik wurde zur Bundeswehr einberufen und Florian Krimmel studiert in Kiel. Hoffnung setze ich auf den Einsatz von Tobias Schwarz, der zuletzt bereits zweimal in der 1B spielte. Benjamin Jurowski pendelt zwischen München und Butzbach, er wird jedoch nun wieder häufiger zur Verfügung stehen. Auch Tobias Wilhelm ist wieder voll dabei. Ich baue auch darauf, dass Stefan Moritz demnächst wieder Sonntag für Sonntag spielt, genauso wie Sebastian Volp nach seiner Leistenoperation.
BZ: Obwohl Sie als Trainer an der Seitenlinie ein ruhiger Typ sind, haben Sie hin und wieder Probleme mit den Schiedsrichtern und ihren Assistenten an der Seitenlinie...
Götz: Die Schiedsrichter haben grundsätzlich im Spiel ein schwieriges Arbeitsfeld. Ich war selbst drei Jahre Schiedsrichter, kenne den Fußball also sehr gut von dieser Seite, natürlich auch aus Spielersicht und aus Sicht des Trainers. Probleme bereitet den Spielern und mir als Trainer hin und wieder das Auftreten einzelner Unparteiischen. Warum manchmal diese demonstrierte Überheblichkeit, ja Arroganz? Da kommen 17-, 18-, 19- oder 20-Jährige Schiedsrichter und Assistenten, die manchmal keinerlei Gespür für Spielsituationen oder den psychischen Spannungszustand eines Spielers oder Trainers im Spielverlauf haben. Da fehlt es ganz einfach an Erfahrung, die bei solch jungen Leuten auch noch nicht vorhanden sein kann. Insgesamt jedoch machen unsere Schiedsrichter einen guten Job, die neutralen Assistenten an der Seitenlinie ab der Gruppenliga sind eine gute Sache.
BZ: Eine abschließende Frage noch zur gerade zu Ende gegangenen Hallen-Kreismeisterschaft. Der SV Nieder-Weisel wurde hier seinem Ruf als einer der Favoriten nicht gerecht...
Götz: Der zweite Finaltag am Sonntag in Friedberg, unsere Darbietung dort, hat mir ganz und gar nicht gefallen! Es soll keine Entschuldigung darstellen, aber wir haben in der Halle bewusst mit einer fast kompletten U21 gespielt. Der gerade nach seiner Operation wieder ins Training zurückgekehrte Sebastian Volp, der erfahrene Stefan Moritz und der wieder hergestellte Tobias Schwarz sollten nicht spielen. Sie sollen ihre Form im Training weiter aufbauen und sollten auch möglichen erneuten Verletzungen aus dem Weg gehen.
BZ: Herzlichen Dank und weiterhin eine glückliche Trainerhand auf dem Weg ins Tabellenmittelfeld.
Trainer Christian Ehnert sind eine Bringschuld des Teams
(dt). Ist das noch zu schaffen? Im jetzt noch vorhandenen 19er-Feld der Fußball-Kreisliga A Friedberg rangiert das 1B-Team des SV Nieder-Weisel – nach zuvor erfolgreichen Jahren zeitweise sogar in der A-Liga-Spitzengruppe – in der Winterpause der laufenden Saison auf Tabellenplatz 17. Legt man zugrunde, dass nach dem Ausscheiden des KSV Berstadt aktuell noch fünf bis sieben Teams Ende Mai die A-Liga in Richtung B-Liga verlassen müssen, dann liegt vor dem neuen Coach Christian Ehnert beim SV Nieder-Weisel II demnächst ein hartes Stück Arbeit! Der 39-jährige Trainer, der am Ende des Spieljahres 2009/2010 mit dem VfR Butzbach den Aufstieg aus der B-Liga in die A-Liga geschafft hatte, strahlt im Gespräch mit der BZ Zuversicht aus: „Wenn ich nicht den Eindruck hätte, dass das Klassenziel noch zu erreichen ist, dann hätte ich das hier in Nieder-Weisel nicht gemacht!“ Diese Zuversicht benötigt der neue Mann am Nieder-Weiseler Wiesengrund, denn nach aktuell 21 Saisonspielen stehen ganze 16 Punkte auf dem Programm bei einer Tordifferenz von 24:53 Toren.
Mit diesem heutigen Gespräch wird die Interviewreihe in der BZ mit den Fußballtrainern der heimischen Vereine abgeschlossen, da nun die Übungsleiter und Trainer aller heimischen Vereine in der BZ vorgestellt wurden und Rede und Antwort standen.
Nach dem Abschied von Michael Hesse, der auf eigenen Wunsch im Oktober als Trainer der Weiseler 1B ausgeschieden war, war man beim SV 1921 auf der Suche nach einem neuen Übungsleiter und Verantwortlichen. Die Wahl fiel auf Christian Ehnert, der in Nieder-Weisel alles andere als ein Unbekannter ist. Von 1990 bis 1994 trug Ehnert das blau-weiße Trikot, ehe er von 1994 bis 1998 für den TSV Ostheim spielte. Es folgten von 1998 bis 2004 sechs Jahre bei der SG Oppershofen und von 2004 bis 2006 der Abschluss der aktiven Fußballer-Laufbahn beim SV Philippseck Fauerbach. Erstmals als Trainer fungierte Christian Ehnert im Spieljahr 2007/08 bei der B-Liga-Mannschaft der SG Oppershofen II. Danach folgte von 2008 bis 2010 das erfolgreich abgeschlossene Engagement beim VfR Butzbach bis hin jetzt zum SV Nieder-Weisel.
Das 1B-Team in der Kreisliga A genießt beim SV Nieder-Weisel einen hohen Stellenwert, ist es doch stets Teil des Gesamt-Potentials für die Gruppenligamannschaft. Beide Trainer, Michael Götz und jetzt Christian Ehnert, sprechen in ihren Planungen nur von „Kader“, was soviel heißt, dass es nur einen Spielerkader gibt, aus dem Punktspiel für Punktspiel die beiden Teams formiert werden. Hier kann nur Leistung zählen. Damit gibt es keine sonst woanders üblichen „Reservespieler“, die nie über die Reserve hinauskommen! Darauf legt Trainer Michael Götz allergrößten Wert: „Jeder Spieler hat die Chance, in der Gruppenliga zu spielen. Dazu benötigt er jedoch die richtige Einstellung und dazu natürlich auch manchmal Geduld und insbesondere Durchsetzungsvermögen.“ In dieser Sicht – daraus macht Christian Ehnert keinen Hehl – passt „kein Blatt Papier“ zwischen ihn und Michael Götz.
Beide sind sich einig, dass das 1B-Team im bisherigen Rundenverlauf unter seinen Möglichkeiten aufgetreten ist und dass sich daran schnellstmöglich jetzt etwas ändern muss. Ganze fünf Siege gab es bisher gegen die SG Rodheim (Auswärts/3:2), den Türkischen SV Bad Nauheim II (Heim/5:0), den FC Rendel (H/2:1), die SG Nieder-Mockstadt/Stammheim (A/1:0) und den SV Bruchenbrücken (A/1:0). Einen Zähler erreichte man beim 3:3 in Echzell. Nichts zu holen gab es in den Begegnungen gegen den SV Ober-Mörlen (H/0:3), den TFV Ober-Hörgern (A/1:5), SV Bruchenbrücken (H/0:4), die Spvgg. 08 Bad Nauheim (H/2:4), den SV Hoch-Weisel (A/0:3), FSV Kloppenheim (H/1:6), TuS Rockenberg (A/1:4), die SG Oppershofen (A/0:1), den KSV Bingenheim (A/2:4), die SG Melbach (A/0:2), den SV Ober-Mörlen (A/0:2), die KSG 1920 Groß-Karben (A/0:2), den VfR Butzbach (H/1:2), SV Assenheim (A/0:3) und die Spvgg. 08 Bad Nauheim (A/1:2). Die interne Torschützenliste – mit den Treffern gegen den ausgeschiedenen KSV Berstadt - sieht so aus:
8 Tore: Patrick Czolnik
5 Tore: Christoph Häuser
3 Tore: Kim Erhardt, Julian Welker
2 Tore: Jürgen Kremer, Dennis Wedemann, Marcel Litschel
1 Tor : Matthieu Wolf, Can Zarifoglu, Tom Kette, Martin Krüger, Marc Otto
Nach „ein paar Tagen Bedenkzeit“, wie er selbst sagt, nahm Christian Ehnert das Trainerangebot beim SV Nieder-Weisel an, das ihm vom sportlichen Leiter Günther Volp angetragen worden war.
BZ: Einen Rückblick auf die bisherige Saison – wie bei den anderen Trainern unserer Interviewreihe – können wir von Ihnen nicht verlangen...
Christian Ehnert: Nein, nicht ganz, aber immerhin war ich schon in den letzten drei Spielen vor der Winterpause dabei. Dabei beeindruckte mich besonders die Vorstellung der Mannschaft im Gastspiel beim Titelkandidaten SV Bruchenbrücken, wo wir 1:0 gewinnen konnten. Selbst Verantwortliche des SV Bruchenbrücken betonten nach dem Schlusspfiff, dass unser knapper Sieg dort verdient war. U.a. auf dieses Spiel gründet auch meine Zuversicht für die nächsten Wochen und Monate. Nach Assenheim waren wir zuvor mit dem letzten Aufgebot gefahren und hatten 0:3 verloren, dann haben wir im Spiel in Bruchenbrücken fünf, sechs Änderungen vorgenommen und 1:0 gewonnen. Unglücklich war die folgende 1:2-Niederlage bei der Spvgg 08 Bad Nauheim; da haben wir in der Nachspielzeit den Treffer zur Niederlage bekommen. Eigentlich hatten wir uns den einen Punkt verdient.
BZ: Mut und Zuversicht benötigen sie auch für die restlichen jetzt noch ausstehenden 15 Punktspiele. Wie soll es weitergehen? Wie soll der Hebel auf Erfolgskurs umgelegt werden?
Ehnert: Ich sehe, dass hier noch etwas bewegt werden kann, sonst hätte ich die Arbeit nicht aufgenommen. Sicher, die Lage ist prekär und sehr angespannt. Nach meiner Ansicht ist ein Teil der Spieler bisher aus welchen Gründen auch immer hinter seinen Möglichkeiten deutlich zurückgeblieben. Mit neuer Motivation möchte ich in Zusammenarbeit mit Michael Götz noch einmal etwas herauskitzeln. Die 1B ist als Unterbau für die Gruppenligamannschaft eminent wichtig und sollte nicht drei Klassen unter der 1.Mannschaft spielen. Das wird alles sicherlich nicht einfach!
BZ: Wo liegen aus Ihrer Sicht die Ursachen, dass die Mannschaft in diesem Jahr bisher so wenig Punkte einfahren konnte?
Ehnert: Wenn ich das in dieser kurzen Zeit meiner Tätigkeit beurteilen will, dann sehe ich, dass insbesondere die Leistungsträger in der Offensive weit unter ihren Möglichkeiten geblieben sind. Nur 24 Tore in 21 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Dagegen stehen 53 Gegentore, das ist einfach zuviel. Ein Teil der Spieler läuft hinter der eigenen Form her, Verletzungen und berufliche Gründe spielen hier mit hinein.
BZ: Interessant ist ein Blick in die Saisonstatistik. Von den bisher 21 Saisonspielen hat das Team erst sieben zu Hause ausgetragen, schon 14-mal spielte man auswärts. Das heißt, dass demnächst eine Serie von Heimspielen auf dem Terminplan steht, was natürlich im Abstiegskampf von Vorteil sein kann...
Ehnert: Ja, das ist schon ein ganz wesentlicher Punkt. In unseren noch ausstehenden restlichen 15 Punktspielen haben wir 11-mal Heimrecht. Das ist ganz sicher ein großer Vorteil. Sicher, man kann auch Heimspiele verlieren, aber jetzt müssen Heimsiege her, dann ist der Klassenerhalt zu schaffen. Wir müssen eine tadellose Heimserie hinlegen, fast alle Heimspiele gewinnen, dann ist die Chance da. Das geht am 10.3. mit dem Heimspiel gegen den TFV Ober-Hörgern los. Dann folgt das Spiel in Rödgen beim bereits so gut wie abgestiegenen Türkischen SV bad Nauheim II, dann kommt der SV Echzell zu uns. Da müssen wir ins Laufen kommen. Die Mannschaft insgesamt hat das Potential und dazu. Hinzu kommen die vorhandenen individuellen Stärken einzelner Spieler.
BZ: Wie laufen die Vorbereitungen im Training?
Ehnert: Am 31.Januar haben wir das Training nach der Winterpause mit dem gesamten Kader wieder aufgenommen. Jeden Montag gibt es einen festen Trainingstermin von 19 bis 21 Uhr in der Soccer-Arena in Butzbach. Dienstags, donnerstags und freitags sind wir draußen, entweder auf dem Hartplatz oder, wenn dieser nicht bespielbar ist, bei Asphalt-Läufen rund um Butzbach. Es sind 23 bis 25 Spieler im Durchschnitt im Training. Es könnten mehr sein, aber einige sind unter der Woche – beruflich bedingt – gar nicht im Lande. Das gesamte Training läuft in gemeinsamer Absprache zwischen mir und Michael Götz.
BZ: Das alles klingt hoffungsvoll....
Ehnert: Ich kenne aus eigenem Erleben als Spieler das gesamte Umfeld beim SV Nieder-Weisel. Das hat hier in Teamarbeit alles Hand und Fuß. Es gibt einen funktionierenden Spielausschuss, einen gut besetzten Vorstand, das gesamte Umfeld empfinde ich als sehr positiv. Schade ist im Augenblick nur, dass es keine Spieler gibt, die aus dem A-Jugendbereich hochgezogen werden können. Aber es wächst wieder etwas heran, wenn ich die hervorragende B-Jugend sehe, die ab Sommer in die A-Jugend aufrückt und die von dem erfahrenen Günther Volp trainiert und betreut wird. Wir werden mit der 1B jetzt gut starten und in der A-Liga voll ins Geschehen eingreifen. Ich bin kein sportlicher Insolvenzverwalter. Die Mannschaft hat jetzt eine Bringschuld.
BZ: Herzlichen Dank und viel Erfolg auf den nicht einfachen Weg zum Klassenziel.
SV Nieder-Weisel selbstbewusst: „Wir spielen in einer anderen Liga“
(dt). Das Meister-T-Shirt der Spieler des SV Nieder-Weisel drückte es selbstbewusst aus! In den Tagen und Wochen nach der Erringung des Meistertitels in der Kreisoberliga Friedberg sah man alle Spieler im neuen Shirt mit der doppeldeutigen stolzen Aufschrift: „Wir spielen in einer anderen Liga!“. Nun geht es am Samstag um 16 Uhr los mit der neuen Saison in der „anderen Liga“, der Gruppenliga Frankfurt-West, der dritthöchsten Fußball-Spielklasse in Hessen. Meistertrainer Michael Götz gewinnt dem Slogan seiner Akteure im Gespräch mit der BZ-Sportredaktion eine weitere Bedeutung ab: „Ja, wir spielen in einer anderen Liga! Der SV Nieder-Weisel verfügt über eine junge, erfolgshungrige, selbstbewusste Mannschaft, die sich in der Gruppenliga Frankfurt-West in den nächsten Monaten fußballerisch weiter entwickeln wird. Das wird ein anderer Fußball sein, als den, den wir zuletzt in der Kreisoberliga gespielt haben. Die Bedingungen, die Voraussetzungen sind eine Liga höher andere! In der Kreisoberliga haben wir jedes Spiel von Beginn offensiv mit Pressing gespielt und oftmals den Gegner schon in der ersten Viertelstunde so unter Druck gesetzt, dass die Spiele früh entschieden wurden. Das wird in der Gruppenliga anders sein, denn hier warten auf uns Gegner mit höheren Qualitäten.“
Michael Götz will sicherlich den Fußball mit seinem Team beibehalten, der zuletzt erfolgreich zum Meistertitel geführt hat. „Wir werden weiter offensiv und attraktiv spielen. Dabei werden wir uns aber neu ausrichten und aus einer geordneten Grundsausrichtung heraus agieren!“ Das Ganze klingt in etwa so wie der viel zitierte Satz des deutschen Nationaltrainers in Griechenland, Otto Rehagel, der als Coach beim Bundesligisten Werder Bremer früher die „kontrollierte Offensive“ kreiert hatte.
Gemeinsam inhaltliche Ziele setzen
Eine fixiertes präzises Saisonziel formuliert der Trainer nicht: „Wir setzen uns inhaltliche Ziele im Verlauf der Saison gemeinsam immer wieder neu!“ Auf der Hand liegt natürlich, dass sich ein Aufsteiger zunächst einmal in erster Linie an der Zielmarke Klassenerhalt orientiert. Ein Tabellenrang im gesicherten Mittelfeld der Gruppenliga gilt es da anzustreben. In den letzten Jahren bedeuteten ca. 30 Punkte den sicheren Klassenerhalt in der Gruppenliga Frankfurt-West. Diese Marke könnte ein Orientierungsmerkmal für die Blau-Weißen in den nächsten Monaten sein, wenn man überhaupt eine auf Zahlen fixierte Vorgabe machen will. Der Verbandsspielausschuss des Hessischen Fußball-Verbandes will die Gruppenliga langfristig auf eine Mannschaftszahl von 18 Teams festlegen; derzeit spielen 17 Vereine in der Klasse. Realistisch ist somit von einer Zahl von ein bis zwei Absteigern im Mai 2011 auszugehen.
Nieder-Weisels Trainer Michael Götz ist natürlich auch Psychologe und nimmt so das Wort „Abstieg“ prinzipiell nicht in den Mund, weil es negativ besetzt ist. Er ist davon überzeigt, dass seine im Durchschnitt 23 Jahre junge Besetzung sich in der Gruppenliga etablieren wird. Allerdings braucht dies sicherlich auch etwas Zeit.
Erste Gegner beobachtet
In den letzten Wochen war der Trainer bereits fleißig unterwegs, um die künftigen Gegner zu studieren. Den ersten Gegner Spvgg. 05/99 Bad Homburg beobachtete er beim Turnier in Petterweil; daneben sah er in den letzten Tagen die Teams vom FV Stierstadt, TuS Merzhausen, von der SG Anspach und den eigenen Gegner im Test, die Spvgg 02 Griesheim. Meisterschaftsfavoriten in der Gruppenliga Frankfurt-West sind für ihn der FC Kalbach, die Spvgg. 02 Griesheim und die SG Anspach. Daneben schätzt er die Spvgg. 05/99 Bad Homburg, Vatanspor Bad Homburg und die DJK Bad Homburg als sehr stark ein. Gegen alle anderen Teams sind „offene“ Spiele zu erwarten. Nimmt man diese Aussage als Maßstab, dann hat es der SV Nieder-Weisel gleich im August mit „dicken Brocken“ zu tun, geht es doch zum Saisonauftakt zur Spvgg. Bad Homburg (31.7.), in der kommenden Woche kommt die SG Anspach dann nach Nieder-Weisel (4.8.-20.15 Uhr) und am 21.8. gastiert schließlich der FC Kalbach am Nieder-Weiseler „Wiesengrund“.
Kreisderbys sind offene Spiele
Die kreisinternen Derbys gegen den SV Nieder-Wöllstadt, den KSV Klein-Karben II, den FC Ober-Rosbach und den SV Steinfurth werde man ganz „unaufgeregt“ angehen, zumal man sich da auf Augenhöhe gegenüber stehen wird. Lediglich den FC Ober-Rosbach sieht Michael Götz als etwas oberhalb der Augenhöhe, was aber nicht viel bedeuten muss.
Im Gespräch mit der BZ geht der Nieder-Weiseler Trainer auch noch einmal auf die Vorbereitungsphase zur neuen Runde in den letzten Wochen ein. Alle Spiele – auch die Fußball-Stadtmeisterschaften im Butzbacher Schrenzerstadion – sah Götz ausschließlich unter dem Aspekt der Vorbereitung auf die neue nicht einfache Runde. „Uns helfen für die erste Mannschaft in der Vorbereitung keine Spiele gegen A- oder B-Ligisten. Wir arbeiten seit Wieder-Trainingsbeginn mit dem Mannschaftskader konzentriert auf die Gruppenliga hin. Weiter sollten alle Spieler im Kader auch Spielpraxis haben, also wurden auch alle eingesetzt! Von dieser Grundlinie kann ich nicht abgehen. Das ist alles eine Frage der Prioritäten, die wir uns gesetzt haben und setzen müssen beim Blick auf die künftigen Aufgaben“, legt sich Götz unmissverständlich fest.
Personelle Situation nicht optimal
Beim Blick auf seinen Mannschaftskader hat Michael Götz derzeit einige Sorgen, denn Can Zarifoglu und Patrick Berschick werden in der ersten Begegnung in Bad Homburg am Samstag fehlen, da sie sich noch im Urlaub befinden. Moritz Zimmermann und Benjamin Jurowski sind aus studien- und beruflichen Gründen nicht einsatzbereit. Das gilt auch für Dominik Strasheim, der beruflich in Basel weilt. Sebastian Volp pausierte zuletzt wegen einer Leistenzerrung und hinter dem Einsatz von Stefan Moritz steht weiterhin ein sehr dickes Fragezeichen. „Ich habe im Gespräch mit der Mannschaft betont, dass wir nun noch enger zusammenrücken müssen. Jetzt ist wieder Charakter gefragt! Jeder einzelne Spieler trägt Verantwortung für die ganze Mannschaft.“ Absolut positiv sieht Götz die Neuzugänge im Verein: „Leider ist Tobias Schwarz noch verletzt und muss Anfang August operiert werden.“ Dominik Friede gehört bei weiterer positiver Entwicklung zum Kader der ersten Mannschaft, derzeit allerdings noch nicht unbedingt als Stammspieler. Perspektiven im Hinblick auf das A-Team sieht Götz auch bei dem Ex-Steinfurther Tom Kette. Der aus Oppershofen zurückgekehrte Domink Strasheim wird weiterhin nicht trainieren können, ist aber als „Ergänzungsspieler“ für die erste Garnitur zu sehen. Mike Adamek wird zunächst in der zweiten Mannschaft eingesetzt. Die Nachwuchsleute Kim Erhart, Tim Mayr und der vom TSV Ostheim gekommene Sascha Mezker haben noch „Nachholbedarf“ (Originalton Michael Götz). „Positiv ist sicherlich auch beim SV Nieder-Weisel, dass alle Neuzugänge aus dem engeren Umfeld kommen, ja teilweise Rückkehrer zum SV sind. Das ist bei den übrigen Teams in der Gruppenliga Frankfurt-West ganz anders, wo man Mannschaften zusammenstellt und dabei in einigen Vereinen mit Summen in einem Gesamtvolumen von 100 000 bis 150 000 Euro operiert, um in der Gruppenliga zu spielen! Diese Zahlen wurden mir kürzlich von einem Trainerkollegen genannt!“ unterstreicht Trainer Götz dagegen die positive Atmosphäre beim Neu-Gruppenligisten SV Nieder-Weisel, wo man Geldzahlungen an die Spieler unmissverständlich ablehnt. So gesehen ist der SV Nieder-Weisel in der „anderen Liga“ ein Exot!
SV Nieder-Weisel
Zugänge: Tobias Schwarz, Dominik Strasheim (beide SG Oppershofen), Dominik Friede (SKV Beienheim), Tom Kette (SV Steinfurth), Mike Adamek (SV Hoch-Weisel), Konstantin Mezker (TSV Ostehim), Kim Erhart, Tim Mayr (eigene Jugend).
Abgänge: Dennis Büchner (FC Olympia Fauerbach), Janos Milek (TuS Rockenberg), Sandro Linke, Marco Richter (SVP Fauerbach).
Mannschaftskader
Tor: Daniel Schneider, Hendrik Maas, Sascha Mezker
Abwehr: Quentin Gronau, Steffen Häuser, Simon Heinz, Benjamin Jurowski, Martin Krüger, Sebastian Michel, Christopher Wanzke, Tobias Schwarz.
Mittelfeld und Angriff:
Patrick Berschick, Patrick Czolnik, Dominik Friede, Tom Kette, Jürgen Kremer, Florian Krimmel, Stefan Moritz, Dominik Ruppel, Dominik Strasheim, Sebastian Volp, Tobias Wilhelm, Timo Winter, Can Zarifoglu, Moritz Zimmermann.
Trainer: Michael Götz
Saisonziel: Gesichertes Mittelfeld
BZ-Tip: Tabellenrang 9 bis 12
Favoriten: Spvgg. 02 Griesheim, SG Anspach, FC Kalbach.
Der Terminkalender des SV Nieder-Weisel
31.07.: Spvgg. 05 B.Homburg – SV NW (16 Uhr)
05.08.: SV NW – SG Anspach (20.15 Uhr)
08.08.: FV Stierstadt – SV NW (15 Uhr)
15.08.: SV NW – Germ. Enkheim (15 Uhr)
18.08.: KSV Klein-Karben II – SV NW (20 Uhr)
21.08.: SV NW – FC Kalbach (16 Uhr)
02.09.: SG Westend Ffm – SV NW (19 Uhr)
05.09.: SV NW – TuS Merzhausen (15 Uhr)
10.09.: SV Steinfurth – SV NW (20.15 Uhr)
19.09.: SV NW – SV Nieder-Wöllstadt (15 Uhr)
26.09.: SG Rotweiß Ffm II – SV NW (15 Uhr)
03.10.: SV NW – Spvgg. 02 Griesheim (15 Uhr)
10.10.: SV Nieder-Weisel spielfrei
15.10.: SV NW – FC Ober-Rosbach (19.30 Uhr)
24.10.: SG Bornheim/GW Ffm – SV NW (15 Uhr)
31.10.: SV NW – DJK Bad Homburg (15 Uhr)
07.11.: TSV Vat. B-Homburg – SV NW (14.30 Uhr)
12.11.: SV NW – Spvgg. 05 Bad Homburg (19.30 Uhr)
21.11.: Germ. Enkheim – SV NW (14.30 Uhr)
28.11.: SV NW – KSV Klein-Karben II (14.30 Uhr)
05.12.: FC Kalbach – SV NW (14 Uhr)
11.12.: SG Anspach – SV NW (14 Uhr)
Winterpause
05.03.: SV NW – FV Stierstadt (15 Uhr)



Trainer Michael Götz analysiert die „Meisterlichen“
(dt). Der SV 1921 Nieder-Weisel wurde in der Saison 2000/2010 Meister in der Kreisoberliga Friedberg und wird in der neuen Saison ab dem 8.August 2010 in der Gruppenliga Frankfurt-West an den Start gehen. Eine alte Fußballerweisheit sagt: Der Erfolg hat viele Väter, die Niederlage ist ein Waisenkind! Der Erfolg des SV Nieder-Weisel in diesem Spieljahr wurde sicherlich durch die Spieler, aber auch durch die Arbeit und Weichenstellung vieler ehrenamtlicher Helfer, Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder erreicht – nicht zu vergessen auch die Zuschauer und Vereinsmitglieder. Wenn man aber von „Vätern“ reden will, dann muss man den Trainerstab mit Coach Michael Götz (Rosbach) und Co-Trainer Michael Hesse (Butzbach) zuerst nennen. Spiritus Rector – der Ausdruck sei hier einmal erlaubt und ist auch wirklich so gemeint – ist zweifellos Trainer Michael Götz. Seine Verpflichtung in Nieder-Weisel war ein absoluter Glücksgriff des Vorstandes! Die diesjährige Meisterschaft trägt federführend seine Handschrift. In Zusammenarbeit mit der BZ-Sportredaktion entstand jetzt aus Sicht von Michael Götz eine – manchmal auch humorvolle - Analyse, eine Charakterisierung des Spielerkaders der „Meisterlichen“, die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen, wobei wir streng alphabetisch vorgehen wollen:
Patrick Berschick: Patrick ist eine talentierte, junge Sturmhoffnung mit Zukunftspotenzial. Er ist nach anfänglichen Umstellungsschwierigkeiten und nach sensationellen Kurzeinsätzen im letzten A-Jugendjahr in der Wirklichkeit des Seniorenfußballs angekommen. Geht er jetzt mit uns seinen Weg weiter, wird er in der Mannschaft und werden wir noch viel Freude an ihm haben.
Patrick Czolnik: Er ist als pfeilschnelle Sturmalternative auf dem Weg in die Erste Seniorenmannschaft. Eine konsequentere Chancenauswertung und eine Umstellung auf Kombinationsfußball lassen seine Chancen steigen.
Dennis Büchner: Gute technische Fähigkeiten, Balleroberung und Ballbehauptung sind im Fußball zwei tragende Elemente, Wille und Durchsetzungsvermögen hierbei steigerungsfähig. Dennis kam aus der JSG Nieder-Weisel/Bingenheim, schade – machte diese Saison zu wenig aus sich und wird sich wohl dem FC Olympia Fauerbach anschließen.
Quentin Gronau: Er durfte schon als A-Jugendlicher die Seniorenluft schnuppern. Er war ein Gewinner der Hallenrunde, lernbegierig und sehr diszipliniert. Er wird seinen erfolgreichen Weg beim SV Nieder-Weisel gehen.
Jan Häuser: Der Kapitän der 1b stand bei Personalsorgen immer sofort zur Verfügung. Er ist ein hilfsbereiter und zuverlässiger Abwehrrecke, auch ein immens wichtiger Bestandteil im Umfeld des SV Nieder-Weisel.
Christoph Häuser: Wenn es eng wird im Kader ist er auch sofort zur Stelle. Chris verfügt über große spielerische Fähigkeiten, der Lenker der 1b mit großer Torgefährlichkeit.
Steffen Häuser: Ein Vorbild, echter Kämpfer, laufstark, übernimmt Verantwortung auch außerhalb des Spielfeldes. Er treibt in allen Lebenslagen und fast zu jeder Uhrzeit die Kameraden an. Auf dem Platz ist er ein starker Abräumer auf der 6er-Position. Er ist unser Co-Kapitän, ist immer präsent und außerdem auch noch stv. Jugendleiter und Jugendtrainer des Vereins.
Simon Heinz: Fast schon dauerangeschlagen, hat das Potenzial zum Stammspieler, schnell, unermüdlich im 1 gegen 1. Den Simon als Gegenspieler zu haben macht keinem Gegner Freude.
Benjamin Jurowski: Benni ist in Topform von der rechten Außenbahn nicht wegzudenken. Er ist aber auch als rechter Außenverteidiger mit technischen Akzenten in der Spieleröffnung einsetzbar. „Sprachrohr“ auf dem Platz, sein Wort hat Gewicht.
Jürgen Kremer: Schneller, laufstarker Angreifer, steckt nie auf, spielt „Pressing“ vorne und hinten, zusammen aber auch alleine. Er lässt Verteidigern keine Luft zum Erholen, leider oft beruflich verhindert.
Florian Krimmel: Flo war noch in der Vorsaison als Libero die Entdeckung des Jahres, unvergessen seine Sturmläufe. Er konnte nach seiner Verletzung zu Beginn der Runde erst 2010 wieder einsteigen, anfangs schwer in Form gekommen, zuletzt wieder aufsteigend. Er ist kopfball- und zweikampfstark, immer präsent als „aggressive leader“ mit Torgefahr, geht vorne weg, reißt andere mit.
Martin Krüger: Der „Maddin“ kam vom SV Ober-Mörlen, ein klassischer Verteidiger alter Schule, stellte sich schnell auf ein ballorientiertes Abwehrspiel ein und wurde Stammspieler. Disziplin und unermüdlicher Einsatz zeichnen ihn aus.
Hendrik Maas: „Titan“ war da, als Daniel Schneider im Tor verletzt ausfiel. Starker Stellvertreter bei den Siegen in den Topspielen gegen SV Steinfurth und SV Gronau. Ein sicherer Rückhalt unserer 1b, absolut zuverlässig, ein Riese im „1:1“ und ein Baum auf der Linie.
Sebastian Michel: Der Sepp ist ein Mister Zuverlässig, positionstreu. Damit er seine Position verlässt, muss schon der Schiedsrichter abpfeifen. Als sich Flo Krimmel verletzte, ließ er sich die Liberoposition mit starkem Zweikampfverhalten nicht mehr nehmen, vom Katsche Schwarzenbeck zum Kaiser Franz.
Janos Milek: Vorbildlicher Kämpfer, eiserne Disziplin! Leider häufiges Verletzungspech und seine eigenen hohen Selbstansprüche standen ihm wohl beim letzten Schritt ein wenig im Wege. Er wird wohl leider wieder zu seinem Heimatverein nach Rockenberg wechseln.
Stefan Moritz: Unser „Ballack“ ist ein Kapitän und Spielmacher mit gutem Auge und exzellenter Technik. Wegen einer langwierigen Verletzung konnte er 2010 leider kein einziges Punktspiel machen. Er ist der erfahrene „Oldie“ im Team, mit Stärken bei Standards, er wird noch mal angreifen.
Mark Otto: Er half bei Personalsorgen in der Kreisoberliga sofort aus. Jugendtrainer, Routinier, einer der ganz Harten, Leader und einer der Köpfe des 1b-Teams.
Marco Richter: Talentierter, schneller Außenbahnspieler, wird leider im neuen Jahr noch immer vermisst, hat sich offensichtlich dem SVP Fauerbach angeschlossen.
Dominik Ruppel: Schnelle, dribbelstarke Mittelfeld-Alternative mit Potenzial. Er ist noch A-Jugendlicher, der Youngster des Teams, ist auch im Spiel manchmal einen Schritt voraus.
Daniel Schneider: Sicherer und abgeklärter Keeper, erfahrener und solider Rückhalt des Teams. Er strahlt (meistens) Ruhe aus, gehört sicherlich zu den besten seines Fachs in der Kreisoberliga.
Sebastian Volp: Der „Waschtl“ ist als Sturmführer immer präsent und für Tore gut (27 Saisontore), richtig kopfballstark, zu einer großen Stütze der Mannschaft geworden. Er ist trotz seiner noch jungen Jahre anerkannter Führungsspieler und Mitgarant für den Aufstieg. Im Verein auch als Jugendtrainer tätig.
Christopher Wanzke: Chris kam vom SVP Fauerbach zu uns und ist die Entdeckung der Saison. Ein schneller, spielstarker Linksverteidiger mit großem Potenzial in der Spieleröffnung, auch bei der Meisterschaftsfeier eine positive Überraschung.
Tobias Wilhelm: „Sir Tobi“ ist ein linker Flügelspieler und verbreitet mit Kämpferherz ausgestattet Torgefahr (10 Saisontreffer). Er verzeichnet einen deutlichen Leistungssprung in dieser Saison und soll – nach Angaben von Insidern – erst die Hälfte seines Leistungspotentials abgerufen haben.
Timo Winter: Ein zuverlässiger kopfball- und zweikampfstarker Abräumer mit Torgefährlichkeit bei Standards, auch neben dem Platz immer einsatz- und hilfsbereit. Jugendtrainer im Verein.
Mathieu Wolf: Vielseitig einsetzbar! Sehr zuverlässig! In der äußerst harten Wintervorbereitung eine Quote von 100 %, solider Techniker, ehemaliger Jugendtorwart.
Can Zarifoglu: Der „Johnny“ ist ein großes Talent, torgefährlich, dribbel- und schussstark, noch Luft nach oben, torgefährlichster Mittelfeldspieler (33 Tore). Er ist schnell und trickreich, ein Offensiv-Garant mit weiterem Postenzial. Co-Trainer Michael Hesse: „Lassen wie er iss, dann geht er wenigstens net fort!“ Der Johnny ist auch Jugendtrainer im Verein.
Moritz Zimmermann: Zweikampf- und schussstarker Allrounder, absoluter Teamplayer. „Dr. Hammer“, hat den stärksten „Rumms“ in ganz Nieder-Weisel! Der Psychologe in der Mannschaft , soll auch auf dem Rad am Berg eine Kämpfernatur sein.
Lutz Kartmann, Marcus Mandler und Axel Werntges: Wenn Daniel Schneider verletzt und/oder Hendrik mit der 1b woanders spielte, stand das Torwarttrio bei Auswärtsspielen als Bank- und Daumendrücker Gewehr bei Fuß!
Das Schlusswort des Trainers: „Unser gemeinsamer Dank gilt dem Vorstand, unseren Spielausschussmitgliedern und Betreuern, unserer treuen Zuschauern, unseren Physiotherapeuten/innen Charly und Klaus, die uns im Training und Spiel zur Verfügung standen und allen Helfern und Helferinnen, die uns mit ihrem Einsatz den Erfolg ermöglicht haben.“
SV Nieder-Weisel mit Teamwork zum Meistertitel
(dt). Der SV Nieder-Weisel ist am Ende einer langen Fußballsaison 2009/2010 am Ziel seiner Wünsche. Obwohl man sich das Ziel Meisterschaft vor dem Spieljahr so nicht gesetzt hatte, steuerte man am Ende einen klaren Kurs in Richtung Titel. Als die BZ-Sportredaktion vor wenigen Tagen bei Nieder-Weisels Trainer Michael Götz wegen eines Gesprächs mit einem Spieler nachfragte, gab der Coach die Empfehlung, dass man sich doch einmal mit Christopher Wanzke unterhalten solle. Das verblüffte zunächst, denn der 20-jährige Abiturient aus Butzbach-Maibach gehört innerhalb der Meistermannschaft nicht unbedingt zu den Lautsprechern, hat aber – das stellte sich im Verlauf unseres Gesprächs heraus – durchaus klare Vorstellungen von seinen sportlichen Zielen und weiß, was er will. Als Berufsziel nach dem Abi strebt er das Studium der Sportwissenschaft und den Beruf des Physiotherapeuten an. Mitten im mündlichen Abitur stellte sich der „Senkrechtstarter“ dieser Saison (Originalton Trainer Götz) den Fragen unserer Redaktion. „Mit Christopher ist unsere linke Außenverteidiger-Position optimal besetzt. Er ist stark im Eins-gegen-Eins-Verhalten, tut immens viel für den Spielaufbau und entwickelt Drang zum Tor“, ist der Trainer voll des Lobes über seinen Abwehrspieler.
BZ: Der Trainer ist voll des Lobes über sie. Wo und wie begann ihre Fußballerlaufbahn?
Christopher Wanzke: Ich habe in der F-Jugend beim SVP Fauerbach begonnen und wechselte dann ab der D-Jugend zum SV Nieder-Weisel. Vor dieser Saison spielte ich wieder in Fauerbach, wo mein Vater auch Trainer war und bin jetzt das erste Jahr wieder in Nieder-Weisel. Das ist ein sympathischer Verein! Hier kenne ich aus meiner Jugendspielzeit noch viele Spieler. Ich wollte auch einmal höher spielen, hatte aber nicht geglaubt, dass ich den Sprung von der B-Liga in die Kreisoberliga so schnell und gut schaffe. Mit 20 Jahren Meister, ich bin auch noch nie aufgestiegen. Das ist schon toll.
BZ: Beim SV Philippseck Fauerbach spielten Sie früher zentral im Mittelfeld. Trainer Michael Götz sieht in Ihnen eher den linken Außenverteidiger mit Tordrang nach vorne. Waren Sie damit am Anfang überhaupt einverstanden?
Wanzke: Das war alles am Anfang nicht einfach, so plötzlich zwei Klassen höher zu spielen. In der Abwehr wäre meine Lieblingsposition linker Verteidiger in einer Viererkette, um noch mehr nach vorne zu machen. Aber diese Position gibt es so beim SV Nieder-Weisel nicht. Ich hätte nie geglaubt, dass ich beim SV Nieder-Weisel gleich von Anfang an in der Startelf stehen könnte. In meiner neuen Position bin ich absolut glücklich. Man hat von hinten das ganze Spiel vor sich, kann mit aufbauen. Ich spiele da, wo der Trainer mich aufstellt. Das ist kein Problem für mich.
BZ: War die Meisterschaft von Beginn an wirklich nie ein Thema in der Mannschaft, wie man immer wieder hört? Das kann man eigentlich nicht glauben, wenn ein Team über 30 Punktspiele hinweg ungeschlagen bleibt.
Wanzke: Wir haben, nach unserem schwachen Start in die Saison als auch gleich einige Leistungsträger ausfielen, nicht über Meisterschaft gesprochen. Das Thema stellte sich gar nicht. Als dann die Leistungsträger wieder in die Mannschaft zurückgekehrt sind, lief es dann ab Ende August. Sicher, als wir dann plötzlich an der Spitze fünf Punkte Vorsprung hatten, wollten wir auch Meister werden. Wir haben uns aber nie wirklich für die Spiele des SV Steinfurth interessiert. Es war uns eigentlich egal, wie Steinfurth sonntags spielte. Aufgebaut hat uns natürlich das, was Steinfurths Spielertrainer Bindewald über die Presse hat verlauten lassen. Dass Steinfurth Meister werden wird und dass sie eigentlich kein Spiel mehr verlieren könnten. Das war schon motivierend, als wir davon hörten.
BZ: Aus der Sicht eines Spielers: Worauf gründet sich der jetzt erreichte Erfolg? Was war in diesem Spieljahr das Erfolgsrezept? Was hatte der SV Nieder-Weisel, was der SV Steinfurth nicht hatte?
Wanzke: Wir haben einen sehr guten ausgeglichenen Kader und stehen als Team eng zusammen. Im Mittelfeld sind wir fast überbesetzt. Wenn ich überlege, welche gute Spieler manchmal auf der Bank sitzen. Im Verlauf der Runde haben wir uns im defensiven und offensiven Spiel deutlich verbessert. Und natürlich hatten wir bei manchen Spielen auch Glück. Mit Steinfurth habe ich persönlich mich nie beschäftigt, warum auch? Wir haben nur auf uns geschaut. Es war Erfolgshunger vorhanden. Die Stimmung in der Mannschaft war immer gut...
BZ: ... auch nach dem 2:2 am letzten Donnerstag in der 91.Minute in Dorn-Assenheim?
Wanzke: Da muss ich schon gestehen, dass gleich nach dem Spiel, das uns ja eigentlich die Meisterschaft gebracht hat, fünf Minuten lang nicht die große Freude herrschte. Das mussten wir erst einmal einen Augenblick verdauen. Dann aber hatten wir Grund zu feiern, denn es wurde uns bewusst, dass wir am Ziel waren.
BZ: Welchen Anteil hat Trainer Michael Götz an der Meisterschaft? Gibt es etwas, was ihn vielleicht von anderen Trainern unterscheidet? Sepp Herberger hat einmal gesagt, die Spieler sollen im Training lachend umfallen.
Wanzke: Das Training ist anstrengend und macht gleichzeitig Spaß! Michael macht alles sehr koordiniert. Er bindet uns in die Trainingsarbeit und in die Verantwortung mit ein. Er erklärt vor einer Trainingseinheit genau, wie und was er womit erreichen will. Er macht das mit unheimlich viel Fleiß und sehr professionell! So stellen wir uns beispielsweise Monatsziele auf, die wir in den nächsten Spielen erreichen wollen. Da wird dann festgelegt, dass wir keines der nächsten Spiele verlieren wollen, dass wir z.B. in den kommenden vier oder fünf Spielen nicht mehr als drei Gegentore hinnehmen wollen. Das gelingt auch manchmal nicht, aber es ist wichtig, dass wir solche Einzel-Ziele aufstellen und alles dafür tun, sie zu erreichen.
BZ: Da gibt es ja auch den Verhaltenskodex der Spieler, den die Spieler selbst erstellt haben und den jeder Spieler persönlich unterschrieben hat. Wir haben in der BZ ja bereits vor einigen Wochen darüber berichtet.
Wanzke: Der Trainer will, dass wir uns selbst über unsere Verhalten im Training, im Spiel und darüber hinaus Gedanken machen. Er gibt Denkanstöße. So hat sich auch Schritt für Schritt unser Selbstvertrauen weiter entwickelt. Der von allen Spielern unterschriebene Verhaltenskodex hängt im Kabinengang, sodass er für jeden von uns immer sichtbar ist im Training und vor den Spielen.
BZ: Mit Stefan Moritz ist ein wichtiger erfahrener Führungsspieler im Verlauf der Runde verletzt ausgefallen. Hat sich das ausgewirkt?
Wanzke: Seine Erfahrung fehlt uns sicherlich in kritischen Situation auf dem Platz. Seine Rolle haben jetzt Steffen Häuser und Sebastian Volp übernommen, wenn es einmal nicht wie gewohnt in Spielen läuft.
BZ: Haben Sie selbst im Verlauf der Runde Tore erzielt?
Wanzke: Ja aber nur eines. Das war im Heimspiel beim 2:0 gegen die SG Rodheim. Aber das ist ja auch eigentlich nicht meine Aufgabe.
BZ: Wie geht es jetzt in der Zukunft weiter? Verlassen Spieler in der Wechselpause den Verein? Sie steigen mit Ihren Mannschaftskameraden ja in eine Liga auf, in der vielerorts Spieler von ihren Vereinen finanzielle Zuwendungen erhalten. Das ist für einen jungen Mann noch ohne großes Einkommen doch eine Verlockung.
Wanzke: Von der Ersten Mannschaft geht keiner weg! Keiner von uns erhält vom Verein für das Fußballspielen einen Cent und ich behaupte, gerade das macht uns so stark, darum ist die Stimmung in der Mannschaft so gut. Fußball ist für mich ein schönes Hobby, dafür muss man kein Geld erhalten. Ich freue mich auf die neue Aufgabe nach dem Aufstieg. Das Ziel in der Gruppenliga kann erstmals nur der Klassenerhalt sein. Ich wünsche mir nur mehr Unterstützung durch die Zuschauer in Nieder-Weisel, so wie beim Heimspiel gegen Steinfurth, das wir gewonnen haben und zuletzt in Dorn-Assenheim.
BZ: Vielen Dank und viel Erfolg in der Gruppenliga nächstes Jahr.

Nur Nieder-Weisel schafft’s aus eigener Kraft
Hauptsache gewonnen. So oder ähnlich kommentierten jene Fans, die es in der Kreisoberliga Friedberg mit dem SV Nieder-Weisel halten, am letzten Freitag-abend den knappen 1:0-Heimsieg der Mannschaft von SVN-Trainer Michael Götz über den SKV Beienheim, denn Florian Krimmels Volltreffer aus der 60. Minute bedeutete: Von allen Teams, die sich im »Friedberger« Fußballoberhaus Titelchancen ausrechnen, verfügen in Sachen Gruppenliga-Aufstieg nicht der SV Steinfurth, der SV Gronau oder der SV Teutonia Staden, sondern nach nunmehr 19 Siegen, sechs Unentschieden und lediglich vier Niederlagen die Butzbacher Vorstädter mit 63 Zählern sowie neun ausstehenden Pflichtpartien über das beste Blatt.
»Mal angenommen, vom Führungsquartett leistet sich in den restlichen Begegnungen keiner mehr einen Ausrutscher. Dann haben wir die Nase vorne«, lautet die Hochrechnung des Nieder-Weiseler Coaches, der freilich zugibt, dass Zahlenspielereien dieser Art eher graue Theorie sind. Realität sei vielmehr: »Weil Steinfurth und auch meine Mannschaft im Monat März nicht immer zu überzeugen vermochten, ist aus dem bis zur Winterpause zu registrierenden Zweikampf um die Meisterschaft ein Drei- wenn nicht sogar Vierkampf geworden«.
In Nieder-Weisel, so Götz, könne man damit ganz gut leben: »Denn diese Runde aufzusteigen, mag aus sportlicher Sicht ein erstrebenswertes Ziel sein. Zwingend erforderlich ist es für uns nicht, zumal vom Derby-Flair der Kreisoberliga eine Etage weiter oben nicht mehr viel übrig bleibt«. Auf welcher Ebene sich der SV Nieder-Weisel kommende Runde bewegen darf, mag noch offen sein. Eines ist in jedem Fall sicher: Die Trainer bleiben die gleichen, nämlich Michael Götz und dessen »rechte Hand« Michael Hesse. »Das ist beschlossene Sache«, bestätigt der 46-jährige Übungsleiter, der als aktiver Fußballer für die SG Rodheim kickte, später dann während seiner Trainertätigkeit beim SV Bruchenbrücken als Stützpunkttrainer und als Jugendbetreuer bei den Offenbacher Kickers arbeitete und nunmehr beim SV Nieder-Weisel zwei Jahren erfolgreiches Wirken ein drittes folgen lässt.
Im Übrigen freut sich Michael Götz schon jetzt auf einen Spieler, der ab Sommer definitiv die Fronten wechselt: Tobias Schwarz, aktuell noch in Diensten des A-Ligisten SG Oppershofen und dort als Mittelfeld-Allrounder auch effektiver Torschütze, steht beim SV Nieder-Weisel als erster Neuzugang für die Meisterschaftsrunde 2010/2011 fest.
Wetterauer Zeitung vom 13.04.2010
Spieler geben sich eigenen Verhaltenskodex
Beim SV Nieder-Weisel geht man neue, andere Wege
(dt). „Nachdem Michael Hesse relativ früh zugesagt hatte, habe ich nun auch von Michael Götz die Zusage. Dies freut uns beim SV Nieder-Weisel natürlich sehr. Beide Trainer passen sehr gut zu uns und unserem Umfeld sowie zu unserer Vereins- und Fußball-Philosophie. Ich denke, dass wir gerade mit Michael Götz noch lange nicht am Ende der Entwicklung unseres Mannschaftskaders angelangt sind!“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Der das sagt ist Günter Volp, Zweiter Vorsitzender und Sportlicher Leiter des Kreisoberligisten SV Nieder-Weisel. Mit der Weiterverpflichtung der beiden Trainer will man die eingeschlagene Richtung und Entwicklung in eine positive Zukunft weitergehen, wobei der Begriff positiv sich nicht nur auf die sportliche Präsentation beider Teams in der Kreisoberliga und in der Kreisliga A bezieht, sondern weit darüber hinausgeht. Es eröffnen sich schon etwas ungewöhnliche Perspektiven, wenn man sich mit dem 50-jährigen Polizeihauptkommissar unterhält, der beim SV Nieder-Weisel in der Verantwortung steht.
WZ: Seit Sommer 2008 ist der Trainer-A-Lizenz-Inhaber Michael Götz Trainer beim SV Nieder-Weisel, wobei er von Co-Trainer Michael Hesse unterstützt wird. Am Ende der Saison 2008/09 rangierte der SV im Tabellen-Mittelfeld, dann wurde Michael Götz als Trainer verpflichtet und es ging wieder aufwärts. Was ist beim SV Nieder-Weisel so anders seit dieser Zeit?
Günter Volp: Ich denke, zwei Dinge sind bei uns völlig anders im Vergleich zu anderen Vereinen unserer Liga und auch verglichen mit Vereinen höherer Ligen. Über einen längeren Zeitabschnitt hinaus haben sich die Spieler selbst Gedanken gemacht über ihre Art, wie sie miteinander und ihrem Umfeld umgehen wollen. Damit übernehmen sie eine Mitverantwortung. Sie haben sich selber Verhaltensregeln erarbeitet und schriftlich fixiert. Gedanken dazu wurden von den Spielern in Arbeitsgruppen entwickelt und im Mannschaftskader diskutiert. Daraus ist nun ein eigenverantwortlicher Verhaltenskodex entwickelt worden.
WZ: Worum geht es da nun konkret? Wie soll sich das in der Praxis auswirken?
Volp: Das ist eigentlich ganz einfach und absolut nicht kompliziert. Es wurden von den Spielern klare Verhaltensregeln fixiert, wie man sich gegenüber dem Mitspieler, dem Gegenspieler, gegenüber dem Schiedsrichter, dem Zuschauer und dem ganzen Umfeld verhalten will. Da steht zum Beispiel drin, dass man niemals einen Gegenspieler absichtlich verletzen will, dass man sich nie in ungebührlicher Weise mit dem Schiedsrichter anlegen will.
WZ: Das sind ja schon moralische Grundsätze des Fair-Play für einen Fußballer. Sind jedem Spieler die Regeln stets auch im Spiel bewusst?
Volp: Der von den Spielern selbst aufgestellte Verhaltenskodex hängt offen im Gang zwischen unserem Spielerkabinen und wir haben die Absicht, diesen auch demnächst auf der Internetseite des SV Nieder-Weisel öffentlich zu machen. Alle Spieler haben unterschrieben. Das soll sich auch auf die Spieler in unserer Jugendabteilung auswirken.
WZ: Sie sprachen anfangs von zwei Dingen, die anders sind seit dem Trainerwechsel?
Volp: Die Spieler habe sich weiter eine Spielphilosophie gegeben. Wir wollen z.B. grundsätzlich offensiv in unsere Spiele gehen, egal gegen welchen Gegner. Jeder Spieler ist mit hoher Laufbereitschaft auf dem Platz unterwegs. Die Atmosphäre, das Miteinander muss außerhalb und innerhalb des Spielfeldes stimmen. Da gibt es feste Maximen, die wir uns selbst setzen und die wir erreichen wollen. Natürlich werden wir dann auch daran gemessen und müssen manchmal erkennen, dass wir unsere Ziele nicht immer erreichen.
WZ: Im BZ-Gespräch in der Winterpause hat Trainer Michael Götz auch von Defiziten beim „Standing“ der Spieler gesprochen? Er wünscht sich ein größeres Selbstvertrauen, mehr Selbstbewusstsein bei den jungen Spielern. Wie sehen sie das?
Volp: Der überwiegende Teil unserer Spieler kommt aus dem Altersjahrgang 1985/86. Das heißt, dass die Spieler jetzt 24 oder 25 Jahre alt sind. Jeder hat seinen festen Beruf oder steht vor dem Abschluss eines Studiums. Das ist alles eine Frage des Alters. In den nächsten Wochen sind charakterliche Fähigkeiten gefordert, wenn Michael Götz auf Grund seiner Verletzung nicht im Training anwesend sein kann. Dann wird sich zeigen, wie die Spieler mitziehen.
WZ: Ein Blick auf die aktuelle sportliche Situation in der Kreisoberliga. Wo steht der SV Nieder-Weisel augenblicklich leistungsmäßig? Sind Meisterschaft und Aufstieg ein Thema in Nieder-Weisel? Der SV Steinfurth hat ja im Gegensatz zum SV Nieder-Weisel klar und unmissverständlich Ansprüche erhoben.
Volp: Wir lesen das in der Presse. Der SV Steinfurth soll dies ruhig tun. Die Mannschaft hat vom Spielermaterial her diesen Anspruch und das ist auch okay so. Das ist für uns in Nieder-Weisel kein Problem, das ist ganz allein die Sache des SV Steinfurth. Allerdings klingt das schon manchmal abwertend und herabsetzend gegenüber den anderen Mannschaften an der Tabellenspitze. Ich sehe vier bis fünf Mannschaften in der Kreisoberliga auf Augenhöhe mit uns aber keinen Verein oberhalb von uns. Wir beschäftigen uns mit dem Begriff Meisterschaft so ähnlich wie das in der Bundesliga Schalke 04 macht.
WZ: Wie sehen Sie konkret die Situation an der Tabellenspitze der Kreisoberliga Friedberg?
Volp: Es wird sich keine Mannschaft bis Saisonende an der Spitze absetzen können. Das wird bis zum Schluss ganz eng bleiben. Wir müssen sehen, wie unsere relativ junge Mannschaft mit dem eventuell entstehenden Druck umgeht. Es darf keine Verkrampfung entstehen. Aber eines ist auch gewiss: Die Zukunft des SV Nieder-Weisel und die weitere Entwicklung hängt ganz und gar nicht davon ab, ob wir in diesem Jahr Meister werden oder nicht. Wir fühlen uns da wohl, wo wir jetzt stehen. Für die Spieler wäre ein Aufstieg gut, es wäre für sie eine Bereicherung. Da gibt es keinen Zweifel.
WZ: In wenigen Monaten naht wieder das Wechselfieber in den Vereinen? Wie schaut es beim SV Nieder-Weisel da aus? Gibt es Tendenzen? Will man sich verstärken?
Volp: Wir haben schon in der Winterpause mit allen Spielern gesprochen und es sieht so aus, dass fast alle bereits ihr Wort gegeben haben, weiter in Nieder-Weisel zu spielen. Vielleicht gibt es den einen oder anderen Spieler, der mehr in der Zweiten Mannschaft spielt, der vielleicht den Verein wechseln möchte. Auch Neuzugänge sind bereits bei uns ein Thema. Wir freuen uns über jeden neuen Spieler, der zum SV Nieder-Weisel kommt. Die Spieler fühlen sich sehr wohl, viele gestalten auch ihre Freizeit zusammen und sind auch in der Lage, jeden neuen Spieler schnell zu integrieren. Es herrscht da absolute Offenheit.
WZ: Für den 14.April ist eine außerordentliche Mitgliederversammlung anberaumt worden. Worum geht es da?
Volp: Es stellt sich für die Zukunft die Frage eines eigenen Vereinsheims. Der geschäftsführende Vorstand will dazu die Mitglieder hören, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird. Hoffentlich kommen sehr viele Mitglieder zu dieser Versammlung, da möglicherweise eine wegweisende Entscheidung getroffen werden muss.
WZ: Vielen Dank für das offene Gespräch und viel Erfolg für den Rest der Saison.




